752 _H elvetischer KlrchemGeschichten _
xamenr (das ist Meßgewänder und Altar-Zierden) Hülfleisten werden
Ablaß 42.Tag tödlicher,und i.Jahr leslicher Sünden (k).Wan maneinen Kirchenbau vor die Hand genommen, ohne daß man die Kostenzubezahlen vermögen war der Ablaß das bequemste Mittel Geld zuver-schaffen. Doch als ein Bstchoff solches Mittel einem Abt, Nahmen-Stephans beliebet,vorgebende,daß bey nahem alle,welche einkKirchen-bau vornehmen, sich sotbanen Mittels bedienen; antwortete der Abt,wir wollen diese Gewohnheit nicht einführen, daß wir alle Gemeinde»durchlauffen,und Ablaß verheiffen,we!chen niemand geben kan, als al-lein Gott,aufdaß wir nicht über das Volck eine Aerqernuß, über un-ftlbst eine Schmach bringen. Als dieser Abt bey Anhebung eines an-deren Baus; aufAnhalten des Volcks, Ablaß-Brief vom Bischofsbegehrte, und vom Bischoffgefraget wurde, wie viel Ablaß er denengeben wolle, welche in diese Brüberfchafft teerten? Sagte er: Michtrucken noch meine eigene Sünden: Anderen kan ick die ihrigen nichtmilderen. Der Bischofseye hierüber schamroth worden, und habediesen frommen Mann gelobt (g).
Aenderun« QXlV. Unter den Rirchen-Gebräuchen , haben diejenigenam ll. In den Vorzug/derenStiffter Christus selbst ist; der H.Taufunddas H.Menge- Abendmahl. Bey dieser Heil. Mahlzeit würd vormals gesäuertes^ Mae Brod gebraucht. Man will mit Rabano beweisen,daß zu dessen Zeitensäucrlcs das ungesäuerte,fast in durchgehender Übung gewesen seye (i)Aber an-Brod ein- dere M thun dar,daß die angedeutete Wort Rabani durch einige Be-gefühn. trügerunterschoben worden seyen.Undgebenvielmehr dembeyfall, da-der Jesuit Sirmond verfochten hat; daß nämlich der Gebrauch des un»gesäurten Brods,erst lang nach Rabani Tod (welcher sich d. 8e 5.begeben) überhandgenommen. Demnach ist aus bl.^ 86. zusehen,daßdie neue Lehr Ratberti, von der leiblichen Gegenwart Christi im H.8.Die Lehr Abendmahl, in diesem Alter, zu des Bertrami gesunde und mit denSchriften der Apostlen und rechtgläubigen Vateren übereinstimmendewartt Lehr aber,abgenommen habe.Man soll das H. Abendmahl halten, den
6. Über. Tod des Herren auszukünden. Aber durch den nach und nach,bey Hal-st» ß/ rc. tung dieses H. Saeraments auskörnenden Überfluß und Pracht, ist dieGedächtnuß der Etnsatzung und des gecreutzigeten Herren Christi, beynahem erstecht worden. Von Veränderung der Gebätts-Formuln ist« Vielheit Z.io.mrd 4S.geredt worden. Man vernügte sich etwan in einer Kirch,^ mit einem einigen Altar.Nachdem man aber vom rechten Zweck desH.
Abend.
(f) l.ang. p. 789 § r- (g) blabiü.Seneö. tec.V. prLk. §. uz. (i) LlabiU. ciec. 9. (K) vsll. äe Lulc. t-sr. I.tb. z. c. z.