Band 
Erster Theil
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Helvetischer Kirchen-Geschichten

nz8. dem Cioßer Fifchmgen (1) zum Meßopfer, 7.kömicke ^Alben,einen Kelch, r.Meßgewänder, z. Stöhlen, item 2. Fahnen, 2.Kirche«. Creutz, einen gemahleten Vorhang, 2. KertzenAöcke. Deßglelchrn einBücher. Meßbuch, ein Evangelienbuch, ein Epistelbuch, ein Amtbuch, (ist etaGsangbuch für das Amtder Meß), ein Benedictionalbuch, ein Antt-phonbuch für die sogenanntenüben Canonische Tagszeiten, einen Psal-ter DavidS/und eine Regul das ist ein Buch, dartnndieBenedictink-sch ' Ordens Regul begriffen war. So mühlich weit'ciucha und kostbarist der Röm. Gottesdienst worden ? Um so viel mehr, weilen solche bü-cher nicht nur künstlich geschrieben, sondern in und auswendig mit vielGold sezieretzuwerden pstegten.Für die Könige,deroGemahlinen undHerrschafften,wurden die Gebätt-und andereBücher mitGoldgeschrte-ben,und von aussen prächtig sezieret. Solche Bücher wurden auch denSttffteren und Clöstern gefchencket bl z 8s Sie selbst liessen zu eigenemGebrauch,sonderlich daSEvangelien-uyd Meßbuch mit DucatenGoldschreiben,hernach mit Helffenbein, oder Silber, oder Gold überziehen«nd mit Perlet« sticken. Verwendende: daß in solchen Büchern schim-mere das Gold Mlicher Weisheit, das Silber getreuer Wohlreden-hett,dte Edelgestein der Wunderwercken Christ', dessen Hände wie gül-dene Ringe seyen mit Türkiffen ausgefüllet,One. z14 (m). Also warzu Mure ein Evangelien-und Epikelbuch, deren eines mit Silber, dasandere mit Gold und Edelgestetn sezieret war (n).Die Mch zu Zürichhatte Carole mit Gold geschriebenes Bättbuch (0). Sthe bl. 45 9.Z48. Unscheinbare KelchundEvangelienbücher,waren von etlichen ge-ring geachtet. Als Petro Bischofs von Verona zu S. Gallen ume. 900. ein dergleichen Evangelienbuch zum gewohnten Kuß aufge-tragen würd, (dann also pflegte man in den Ersteren und Stlffteren ei-nen ankochenden Bifthoff zuempfangen, bl. s 1 o.) börste er zweifle«,obau einem solchen Buch etwas gelegen seye? Wiewol andere an solchemPracht kein Gefallen getragen (p). Aberdie Mönchen, welche in derSchreib-Mahlerey.Perlensttcker-Stech-und Grabkunst».?) sich zu gantzer Welt Verwunderung wohl geübt, verwendeten dieftund dergleichen Künste meistens zu AuSzterung ihrer Kirchen und Ktr-cheu-Teräthen,«nd stafftrten solche Gebau nicht änderst aus, als folte»

selbige

(l) Lanx. p-A. 567. (m) kuperr. äe öivia. OKc. t-ib. z c-p.(n) l.,ax.Ip>8.1097. n. 10. (0) käottinz. ki.k.LN?? Oonf. ^n6r. §ckmici. Irig» kxcrcie.ä psg. i«ri. l.,mbec. Sibliorli. Vinäob. r:,6i. Mvnatl. Unterredung. 169,.x-x.Szz. L<rp»äel.iturx. pSH. »74. (j>) viä.Uorü,I^«r. io Leräk. rV. Tom. lV.k-S. >v.