8o6_ Helvetischer Kirchen-Geschichte n_
allein aufdie H. Schrifft,sondern aufdie Satzungen der Concilien,undzwaren der spälheren Concilien gesehen, davon §.20. z. Diejenigen,welche am meisten verbessert und reformirt werden sollen, waren dieBischöffe,Mönchen Lcc Nun waren diese der Kaysern,Fürsten,Scctiä-hesteVerwandte,und hatten an ihnen einen so starcken Rucken, daß mansie nicht recht angreiffen können. Die selbst welcheinden späthern con-ciliis den grösten Gewalt hatten, und von welchen die Reformation be-rathschlaget werden müßte,waren diejenige, welchen sie Händ und Füßabhauen und Augen ausreisten sottev.Wieträgaber unserFleisch hiezuftye,ist von selbst betaut,und hat sich erfüllt,daß das Saltz wann e§ seineRässeverliehrt (K), nichtmehrkönnegesaltzenwerden, i^acrb.z: r;.Doch muß man gestehen,daß in den Loncilijs dieferZell auch selbst,H79. die Mangel der Clertsey,als nämlich die Stmoney,BrelheitderPfründen Lcc. so ernstlich angegriffen,und so feine Satzungen dawidergemachetworden, daß dergleichen indem von O. 1^47. zu DientgehaltnenLoneilio,rei. eSwegSerheblichgewesen« WiewoldieZeitge-lchkthat,daß es jenen so wenig Ernst gewesen, als denen zu Dient-Daher eS von Tag zu Tag in der Kirch ärger worden, die schlimmereParthey gemeinlich dieOberhand gewonnen, die aber so aufeine rech-te Reformation gedrungen, haben das kürtzere gezogen.
-^cevdeit Doch war das Übel noch nicht aufs höchste kommen, und
der Kir- ist gewiß, daß zwischen damaligen Kirchenalter und heutiger Römi-chen und scher Kirch ein -reiflicher Unterscheid gewesen-Man hat die 12. Glau-Clösterm bens-Artickul, für den Grund des Christenthums also gehalten, daß inden Umständen des ausserltchen GottesdienstS, jeder Kirch ihre Frey-chen / ssochVeit gelassen worden. Zwar hakgevachte Kirch nichts unterlassen,an-aufrecht dere zuvermögewdaß sie sich ihro gleich stellen. Pabst Leo Vll. hat A.geoiieben. ^zs-den Bischöffe» in Franckreich, Teutschland, Bayern, Alemanlen,
verwiesen: ^lultL in vettra provincia» contra canon «8 Lccle 6 aüico 8 ,6 ecrsrac)ue X 4 ajorum ulurpari viöemur. „ES ist offenbar, daß i» euer
„Landfchafft viel Ding geschehen, welche den Kirchenfatzungrn,und den„Gebotten der Voreltern zuwider sind. Selbige köuten wohl abge-schaffet werden,so die Bischöffe nicht etwas anders woiten. Als welche„den Weltlichen anhangen,derselbtgm Gunst suchen.» Worinn aberwollen sie es denRömernnichtnachthun?An statt dieRöMr in der meßpflegten zurüffen:vommu 8 Vob, 5 cum. Der Herr seye mit euch, sagtendie Frantzoßn undTeutfchen kax vobifcum! Fried seye mit euch. Nunwolle Leo,daß diese Kirchen sich halten wie die Röm. Kirch. Er sagte
(Ic) Vri1.k4u5cul.ii> I. c.