Helvetischer Kirchengerichten
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,522. zum Grossen Münster: Heinrich Engelhark/OoKor der Rechten/Pstzum Frau-Münster: und Rodolff Röschlins/Pst zu S. Peter / wie--wol Faber das äusserste versucht / die Gegenwart dieser dreyen zuvec-hinderen. Den Verlaust hat Zwingst an Erasmum Fabritium über-schrieben. Auß dessen Brieff wollen wir etwas wenigs/ zu des LesersBericht beyfügen. Den Brieff selbst findet der Leser anderstwo (g).LabriM. Faber klagte/ es unterstehen etliche / daß sie alle Menschengebott undfingen zu Ceremonien abschaffen. Solches möchte eine Abschaffung Burgerst-Zmlch. Gesatzen / auch selbö des Christlichen Glaubens nach sich zeuhen.Jene Ceremonien seyen eine Einleitung/ja ein Brunn der Tugenden.Man lehre/daß man die 40. rägige Fasten nicht halten müsse: und ha-ben etliche Einwohner dieser Statt / von Christlicher Kirch sich abän-deren / und Fleischessen dürsten; nicht ohne Verärgerung der ganzenChristenheit. Solches gebe dieH.Schrifft nicht zu: gleichwol berüf-fen sich die/so es gethan/auf die Evangelische und Apostolische Schriff.ten; wider die Satzungen der Vätteren und Concilien: und wider dieuralte Gewohnheit: welche/so sie nicht ursprünglich vom H. Geist wer?/so lang nicht hette erhalten werden kosten. Bediente sich hierzu/derWor-ten Gamalielis: wann deren Sach nicht auß Gott ist / wird sie nichtbestehen. Vermahnete endlich den Raht/bey der Kirch zuverbleiben;dann äussere der Kirch keine Seligkeit zuhoffen seye. Die Ceremonien(der Römischen Kirch) seyen das einige Mittel/ das gemeine Volk inErkantnuß des Heils zubringen: deßwegen dero Erklährung/den Pfar-reren fürnemlich angelegen seyn solke. Fehrners habe v-Wanner/et-was von der Aergernuß/ und daß Paulus/ um die Juden nicht zuär-geren / Timotheum beschneiden lassen/ beygebracht. Letstlich seye überAufruhr/Mißtrauen/rc. geklagt worden. Hierauf habe Faber abwet-ten wollen: und sich (als Zwinglius um Vergünstigung sichzuverank-worten angehalten/) entschuldiget/sagende / habe mit Zwinglio nichtszuschaffen: seye nicht von Disputierens wegen kommen: seye doch end-Zwinglii ljch/ wiewol schwerlich beredet worden / sich wiederum zusetzen / umAntwort. Awinglii Schutzred anzuhören / welche dahin gegangen : Er predigezu Zürich allbereil vier Jahr; doch könne niemand ihn beschuldigen/daß er einiche Aufruhr erregt. Wann aber zwischen denen / welcheMenschensatzungen aufbringen wollen/und denen/so von solchen nichtshalten / Spaltungen seyen; seye es kein Wunder: sintenmahl der Herrvorgesagt: Er seye nicht kommen Fried zusenden / sonder Krieg. Doch
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