Band 
Dritter Theil
JPEG-Download
 

N.C.G.r;rz.

n6

Helvetischer Kirchengeschichten

PapsilerZEifer we-qen gehal-tener vi-tpursrivn.

Evangeli-sche Pre-diger zuZürich ge-schirmt-

zu Zürich? Warum sagtMaimbourg/daß dero Unterfangen eine un--geheure/unerhörte Sach seye? Mycom'us bemerket: liZurinumpopulum eä rempellare vel per orbem szuäzriürmum fuille : DaßZürich damahls bey der ganzen Welt in trefflicher Reputation gestandSsf). Wer gründlicher zuwissen verlanget/wie damahls das Regimentzu Zürich beschaffen gewesen/ bedarf nur die von den Zeiten SixtilV.bis Clemens vn. an gemeine Eidgnoffen / absonderlich an Zürich / undan verschiedene Häubter und Bürger dieser Statt abgelassene Schrei-ben zulesen : Darvon einige von uns bisher berührt worden. Gesetztaber/diese Regenten weren einsaitige Leuth gewesen / wiffm diese hoch-weise Priester nicht/daß Gott das Unedle und Schwache dieser Welterwehlek ? Auf daß er was Edel ist/ und was stark ist/zuschanden mache ?Und daß er seine Gcheimnussen vielmehr den Unmündigen/als denWei-sen offenbaret? Ist es einem vernünftigen Menschen unmöglich/eimnStummen und einen Rcdenden/einen Fußhaltenden Soldat/und einenFlüchtling zuunterscheiden ? Oder ist es eine ungeheure Sach / daßeiner verlanget zuwissen/ob man ihn nach dem Himmel/oder nach derHol! weise ? Ob/was man unter dem Schein des Worts Gottes ver-kaufst / wahrhafftig Gottes Work / oder betriegliche Menschengedichteseyen? Ist es unerhört/daß Christliche Oberkeiten/ihre wegen Re-ligions-und Glaubenssachen streitige Lehrer/gcsucht ;uvereinbaren/Ha-derfeur zulöschen/ Irrthümer abzustellen / der Wahrheit beyzustehen?Was haben Constantinus / Theodosius/Earolus ^1. / und andereLöbliche Käisere gethan? Haben nicht Augustinus und andere eiftrigeBischöffe wider die vonmisten/rc. vor Kaiserlichen Stattkalteren vi-fpmmione8 angesehen ? Ja haben nicht die Christen ihre Glaubensstreit/dann und wann für Heidnische Landvögt/ oder selbst erbettene Richtergebracht (M?

Solcher Außgang dieses Gesprächs / verursachete der widerigenParthey nicht geringen Verdruß. Der Bischofs von Constanz / undEnnius/liessen aufZwinglium passen (Z). Hafner (b) schreibt/Zwing-lius seye ab dieser k)llpu»rion hulßsburriger worden. Ob solchesBeurtheilen billich seye/überlassen wir dem unpartheyischen Leser zube.denken.

Oberkeitlichem Befehl Zufolg / hat Gregorius Lüti / Pfarrer zuRichtenschweil am Zürichfee/ das reine Evangelium verkündet / anbeydie Päpstlichen Ceremonien/samt der Clerisey »Mißlichem Leben und

Welt-

/'s) 5 uatör. acl Racercl. Nelv. pa». 7. /'ifj Orig. Dial. c. i^arcion. Oonk. irot.IxceU. ^ereücin. x. ic>. (Z) kxiü. Oecol. Sc LumZI. p. iS4. b. (K) i;rz.