N.C.G.
Zweyte
Schluß-
red.
i z 8 Helveti scher Kirchengeschichten _
dißmahl gern gesehen/daß diß Geschafft an den Papst gewiesen wurde:doch werde solches nicht in H. Schafft / sonder vom Papst gebotten.Petcr/Stattarzet zu Zürich / sagte etwas von dem Unterscheid: vuiix.I^srriL UNd ^perüulis:: auch V0N reprxsenr^nvg und 6Zu-
rativL: und als Zwinglius versetzte / man müsse Christo mehr glauben/als Aristoteli;ncZzre coepir: wolte der Stattarzet solches widerspre-chen: sagte auch: Man könte ohne das Evangelium/allein auß Aristo-tele/ ein Regiment genugsam anrichten (m): weiche Lästerwort seinemhohen Alter beygemessen worden. Endlich hak o. Hofmann/Gett fürden Sieg dieses Tags gedanket: und die Oberkeit/ die Bilder abzu-thun/und die wegen solcher Wilderen gefangene/auf freyen Fuß zustel-len /gebetten. Sinkenmahl solche nichts auß Bosheit / sonder für dieGöttliche Lehr gethan.
Dienstags/war den 27. Tag Weinmonat/gab Herr Bürgermei-ster Röust einen Verweis/daß den Tag zuvor/etliche weder auß GottesWort/noch was zur Sach dienlich geredet: vermahnete anbey / nunvon der Meß zuhandlen. Die tLchlußrede hiervon hat also gelautet:„Daß die Meß kein Opfer seye: auch werde sie bisher änderst geübt/„als sie von Christo eingesetzt worden,.. Demnach Zwinglius solchesfür sich / und seine Mit-Pfarrer/ Leo Jud zu S. Peter / und HeinrichEngelhart zum Frau Münster/ auß H.Schnfft dargethan / sind dieAebte von Cappel und Stein: hernach Propst zum Grossen Münster/hierüber befraget worden. Dieser hat Oememis Lpilkolam aä )-eco-buin,krarrem vommi, angezogen. In dessen Beantwortung Zwing-lius zugleich erinneret hat / daß Faber die Meß auß Chrysostomo er-zwingen wolle/aber die Wort/in welchen Chrysostomus sich erläute-ret/außlasse. Hierauf war Herr Brennwald / Propst zu Embrach/undnach diesem/CommenthurvonKüßnacht/angeredt: Dieser bewiese/daßdie Meß kein Opfer seye. Sagte under anderem: Wie Christus nach-dem er auß Maria gebohren worden/nicht mehr gebohren: und nachseiner Auferstandtnuß/nicht mehr auferweckt werde: also könne er/nach-dem er einmahl geopferet worden/nicht mehr geopferet werden. Werglaubt/daß Christus für ihn gestorben und geopferet worden/dcm seyesolches noch dißmahl so heilsam/als dem Mörder/welcher an des Her-ren Seiten gestorben. Bestraffke endlich diejenigen / welche sagten/daßdie Meß; item Mönchen und Pfaffen/vom Teufel weren. Dann er undviel andere gute Ehristen/noch die Ordenskleider tragen. M. Martin
Steins
LuinZI. Oj>. II. 6Zr> b.