Sechstes Buch. iro
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Steinli/Pfarrer zu Schaffhausen /unkerstuhnde auß 6enell 14. ^1.
I: n. Lcc. das Meßopfer zubeweistn. Alles würd aufgelöset. Bur-gauer sagke/um daß er hiervon gleich Zwinglius gelehrt/habe ihn Wcih-bischoffFaber gen Consianz citiert/darüber er sich verantworten müs-sen : bey welcher Antwort er nochmahl bliebe. Gleichen Sinns warIch. Zwick von Consianz. Nach diesem haben die Chorherren vonZürich ihre Gedanken eröffnet/so aber ungleich außgefallen.
Nachmittag wurdm auch die Caplanen von Zürich gefraget/obsie/daß die Meß ein Opfer ftye/auß H.Schrifft darthun wölken? A-ber sie wolten solches nicht unternemmmen. Auch die Chorherren vonEmbrach: und Conrad Jrmensee/Cusios des Closters aller Heiligenzu Schaffhausen / gaben beyden Lehrsätzen Beyfahl. Um daß aber derBarfüsscren von Zürich Guardian / ohnlängst einen der seinigen/we-gen dem Evangelio gegebenen Beyfahls/verflossen/würd er nun auchaußgeforderet: sagte gleichwol / hette nichts wider Zwmglii Lehrsätzeeinzuwenden. Welches auch der Predigeren / und der AugustinerenPrior gethan. Endlich als Fabri Caplan /under dem Haussen wahr-genommen worden/ist auch dieser befraget worden/ob er etwas widerdie Lehrsätze zureden hette: er entschuldigete sich aber/ sagende / daß ernicht auß Befehl/sonder auß Lurioürer zugegen were. Etwas wenigswürd vom Fegfeur geredet/und damit die Handlung dieses Tags be-schlossen.
Folgenden Mitwoch (war Simon und Iud^Tag) ist man erst Miss.Nachmittag um 12. Uhr zusamen kommen: und hat wahrgenommen/ brauchedaß under denen Römischen Jrrthümeren vom H. Abendmahl; dieser/ "" H:daß die Meß ein Versühnopfer seye / der grössesie seye. Dann das H. mahl.'Abendmahl seye eine Wiedergedächtnuß des Tods Christi/undSiegelunsers Glaubens.Auß diesem seye fehrncrs zuschliessen/daß es nicht in un-bckanter Spraach: nicht/allein unter einer Gestalt: nach RömischerSe-gensweise: in sonderbarer Kleidungsgattung / gehalten werden; sonderalle diese Ding/samt bisherigem Gesang/müssen allgemächlich/und nachgründlicher Unterweisung auß H.Schrifft abgeschaffet werden.So seyees von keiner Nohtwendigkeit/daß im H. Abendmahl ungefturtes Brotgebraucht werde: auch das sonst übliche Vrot seye bequem. Die Gestaltdes Brots müsse eben nicht rund seyn/noch in des Comunicanten Mundgeschoben : oder in einen ganz lährcn Magen gelegt/ noch der Weinmit Wasser vermischt werden. Sonderlich aber seye unverantwort-lich / daß man ums Gelt Meß halte / und hieMit Christum verkaufst:mit deemühtiger Bitt/ daß die Christliche Oberkeit/solchesMeßhalter,
§ ij - ohne