_ Sechstes Buch. __199
meind gestattet hetten. Zürich/auch er/haben freylich sich allezeit aner»kokten / über die entstandene Religionsstreitigkeiten sich zuersprachen:aber die von Eccio angezogene Oispu^rion,ftye weder billich noch ehr-lich. Doch hat Zwinglio / Schaffhausen oder Sangallen / zu einer l)i-tpurarions-Statt nicht mißfallen (e).
Auß dieser Antwort Zwinglii (so denen zu Lucern besamleten Eid- Ec-ii un-gnossen übersendet/aber von ihnen nicht (f) angenommen worden) er- wahrhei-hellet sich/ daß Eccius Zwinglio unrecht gethan/und daß er Lobl. Eid- ren.gnossen mit Unwahrheit berichtet/als er im zweyten Schreiben an sie/sich vememmen lassen / ^ Zwinglius suche nicht Christliche Wahrheit/sonder führe unter dem Schein des Worts Gottes / alle Ketzerey undBüberey,rc. ö. Zwinglius habe in alle Weltwinkel außgeschryen/mansolle ihn auß Gottes Wort anders berichten: nun ziehe er am Hag ab.
O Zwinglius habe begehrt / daß die Oberkeit zu Zürich zwischen ihmund Eccio Richter seye. v. Zwinglius habe vermeint/es were unrecht/vor gemeinen Eidgnossen disputieren.
Nach Empfang dieses lästeren Brieffs / haben die zu Fraumfeld Eidgnos.versamlete Eidgnossen/den Platz deren von o. Eck begehrten vissurz- sen/oeyar«rio»,gen Baden gesetzt: dahin solte ihm und Zwinglio Sicherheit ge- dA Ab-geben werden: dermaffen/welcher unter ihnen beyden mit der Diffus-rion oblige(ss).daß er des genieße / und wieder an seine Gewahrsamegelegt werde: und der so durch die Oispurarion niedergelegt wird/daßer des nach Recht und Billichkeit entgelten solle: welches aber die an-wesende Abgesandte/ an ihre Herren zur Kariücmion zubringen/über-nommen. Nachdem die Hohen Oberseiten / angeregten oiipma-Uons-Platz werden genehm gehalten haben / solle auch mit Zürich ge-redt/und verschaffet werden / den Zwingli auf die vichmärlon zuver--ordnen; dieweil nun einer unterstehe/ihn eines besseren zuweiftn/wel-ches Zwingli offt begehrt habe. Die Abgesandte von Zürich aber/wol- Züricherten von solchem Vortrag nichts hören: und beschwerten sich/von ihres beschws.Stands wegen / daß sie und ihre Prcdicanten Ketzer gcnennt werden: rensich.welches ihnen nicht weniger beschwerlich seye/als Gegentheil / so manihn schmützte (lästerte). Die Unbill seye desto grösser/weil Zürich im-mer sich anerbotten/befferen Bericht anzuhören und anzunemmen rauchdißmahl allein verlange / daß man einen zur Dispur»rion bequemenPlatz gebe. Lobl. von Zürich (Z)/ liesse auch ein Schreiben Der Zilri-
an Eccium abgehen/in welchem sie vermelden/daß sie auß Eccii Schrei-
(e) M Id. Mich. Luc. K17. M Absch. Donst.
dvr 6»u. j s. lv. (§) 2u1nß1. LuUinx. Ililt. I/es. ^lsc. IA-.