688 Helvetischer Kt'rchcngeschkchtm
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i5Z4- selbst diese Unterrichtungsweise / von Ottone Werdmüller Samstäg«lieh ; folgends auch am vierten Sonntag / unter grossem Zulaufs desVolks/ohne Unterscheid Alters und Stands/in den Kirchen geübt: zu«gleich in derLandschafft eingeführt: Leonis Catechismus aber/auch zuBem/Sangallen/in Pündten/einigen Westphalischen Kirchen (i)/rc.getrieben worden.
Bucsrus Dem Bucer hat nicht nur die Hefftigkeit Lutheri/sonder auch dessetzt das Fleisches Christi wesentliche Gegenwart im H.Abendmahl/ noch immerFriedens- mißfallen. Doch haben die anhaltende Bedrciuungen deren Römlsch-geschäfft gesinneten:auch/daßFerdinandus in seinerFriedenshandlung mit Ehur-Mt. Sachsen / nicht allein die Widerkauffcr / sonder auch die gmemittenSacramentierer wolte abgeschlossen (m) haben / gesagten Bucerumaufgeweckt / daß er/ehdem gesuchte Vereinigung in Stand zubringen/Gelehrte stch kiftriger bemühet als jemahl. Um so vielmehr/dieweii Melanchthonversamlen in diesem Werk sich emsig erzeigt. AufBuceri Auhalten/haben die Leh-sich V rer deren fiben Schwäbischen Kirchen / Augspurg/ Ulm/ Memmingen/^onuanz. Constanz/Kempten/Jsne und Lindau/im Ehristmonat zu Constanz übersothanes Geschäffr Unterredung gepflogen. Die von Biberach übersen-deten ihre Meinung schrifftlich. Die Eidgnössische Kirchendiener wur-den auch eingeladen. Selbige aber haben sich/theils Krankheiten/theilsunbequemer Iahrzeit wegen/entschuldiget: doch haben die Kirchen Zü-rich/Basel/Schaffhausen/und Sangallen/eineSchrifft dahin versen-det/in welcher sie ihre Lehr außgetruckt: mit Verdeuten/daß sie mit Lu-^hero gern Fried halten wollen/wann selbiger gestehe/daß Christus nachseinem Leib räumlich im Himmel: dieser Leib aber im H. Abendmahlauf eine Sacramentliche Weise gcgenwertig seye/und allein durch denGlauben genossen werde (n). Dieses Schreiben ist von Bucero / undobigen Schwäbischen Kirchen gut geheiffen worden. Die Kirchendiene-rs von Bern/vermeinten zum theil/es weren in sothaner Schrifft eini-ge Redensarten / welche von Gegentheil mißbraucht werden möchten.Anbey tönten sie nicht hoffen/daß Luther zu einer wahren und beständi-gen Vereinigung zubringen were: förchteten hergegen/daß die Cidgnös-sische Kirch/in dem sie mit außländischen Kirchen Fried machen wolle/den einheimischen verliehren möchte: deßwegen sie angeregte Schrifftnicht unterschreiben wölken. GryMUs/welcher drßIahrs mit Bucero
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