8-8_Hel vtischer Kirchengeschichten _
5^ weil man in den übrigen nichts ungrades gefunden/rc. Das Gegentheilalles dessen / istbekant auß deren von meinem Sel.Vatter ansLiechtgegebenen (c) Antwort deren Kirchendieneren von Zürich / Lpon-^iA^tinitirorum liAurinL kccleliX, LÜversus zsperZines L. Ocnini:c^uL verx cavüe exponumu^ob c^uas ille sb urbe liZurinL elk rele-
MU8; d. i. Schwamm der Kirchendieneren zu Zürich / gegen die Be-schmeissungen B. Ochini: oder Erzehlung deren wahrhassten Ursachen/Zsuhst dre warum selbiger beurlaubet worden. Von der Vielweiberey redet O-Larven chinus auch in seiner neuen Schrifft zweydeutig: sam hette er zeigenab- wollen/daß sie nicht in Gottes Wort/ sonder von den Menschen/gleichdie Priesterehe von dem Papst /verbotten. Man hat ihm sehr übel auf-genommen/daß er unsere Gründe kurz und kahl: deren Widerwertigenaber/weitläuffig/und mit grossem Fleiß beygebracht. Solches hat erin angeregter Schutzschrifft undcr anderem also beantwortet: «Wann«jene Gründe ihre Meinung nicht genugsam bevcsinen/komt solches da-,«her/daß selbige nicht bevestiget werden kan/rc. Schmirzt es sie so sehr/«daß ich ihre Irrthümer so klug und freundlich angegriffen/wie hetten«sie gezürnt / wann ich ihre falsche und Ketzerische Lehr öffentlich ver-karsten hette«? Er gestehet auch/daß er dieKirch Zürich änderst re-formieren wollen: wovon er doch jn denen 9. Jahren/welche er zu Zü-rich zugebracht/kein Wort/weder gegen die Kirchendieyere/noch gegendieOberkeit fallen lassen (ä): vielmehr/sein sonderbar Vernügen/daßer in selbiger Kirch leben / und lehren könne / vielfältig bezeuget: auchmit Eid versprochen/keine andere Lehr einzuführen/er hette dann solchedem Zürichischen Synodo vorgebracht / und selbige mit Gründen er-halten. Mit Rammen gestehet er fchrner/daß er in diesen Gesprächendiejenige Irrthümer widerlegen wollen/welche zu Zürich gelehrt werden/und welche viel gröber seyen/als die Päpstische: auch darthun wollen/baß die Kirch zu Zürich nicht die wahre Kirch/sonder impu, ein gott-loser Hauff sehe: dieweil es selbiger an denen fürnemsten Eigenschafftender wahren Kirch mangle. Dessen GMNtheil vonBullinger(e) ohn-lang zuvor stattlich dargethan worde« ^ävexsarn ore, durch den Mundeines (Juden) zeige er/daß die Züricher die H. Schrifft verbräm. Wo-bey im Vorbeygehen zuennneren/daß hiemit nicht ohne Urfach gemuht-mästet werde/daß der Jud/rc. in Ocbini Lrialogis, nach Ochini Herz ge-redet/und dessen selbst eigene Meinung hervorgebracht. Fehrners sagtOchinus: daß die so viel Außlegungen der H. Schrifft / welche (die Zü-richer)
(c) m ttotnnZ.tt.L.IX. 475./^. (<l) l.vc< cit. 505. (e) Läv./^»Lb.!ib. Z. c.r.