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Erster Band
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Drittes Kapitel.

Einheit -es menschlichen Geschlechts.

Die Wahrhaftigkeit der mosaischen Urkunde, welche dem Men-schen nur sieben bis acht Jahrtausende gibt, wird somit von ver-wissenschaftlichen Forschung bestätigt. Und es erscheint gerade alseines der größten Wunder dem, welcher die Genesis liest, ihreUebereinstimmung mit den jüngsten Errungenschaften der Wissenschaft.Durch alle Kosmogonien geht ein Unterschied zwischen der Erschaf-fung und der Ordnung der Materie, zwischen dem Anfang, inwelchem alles zu eristiren begann, und der gestaltlosen Masse *),welche der Geist Gottes überschwebte, bis sie geeignet war zur Bil-dung der Sterne und Planeten. Das erstere konnte nur ein ursprüng-licher, freiwilliger Akt des allmächtigen Willens sein; das andereordnete sich im Laufe der Zeiten, und in dieser Beziehung ist dasWerk der Schöpfung noch immer nicht vollendet, denn die Nebel-flecken sind in der Bildung begriffene Welten. Ueber eine solcheWahrheit Licht zu verbreiten, ist fast über Mcnschenkraft, und dochthat es Moses, zwar nicht in der Sprache Newton's und Her-schel's, aber mit einem Geiste, der ihn befähigte, das Haupt seinesVolkes zu sein. Ist überdem nicht auch die durchgebildetste Spracheder Wissenschaft nichts anders, als die Sprache der Aeußerlichkeit,des Anscheins?

Nach den neuesten Erfahrungen von Struve macht das Licht2 Millionen Meilen in einer Minute; Herschel, der Vater, sagt,daß die Lichtstrahlen von den entferntesten Nebelflecken, welche er aufseinem Reflektor von 40 Fuß wahrgenommen, mehr als 2 MillionenJahre gebrauchen, um auf die Erde gelangen. Demnach müssen dieSterne sehr lange Zeit vor dem, was uns als Nebelflecken erscheint,erschaffen worden sein. Der erste Akt war eine absolute Schöpfung;das Weitere vollendete sich unter dem Impuls der Kräfte, welcheder Schöpfer in die Materie gelegt. Die staunenswürdigste dersel-ben ist die Gravitation, und Moses sah bereits, daß die Stabilität

') Gen. i, 2.