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Erster Band
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Gottes, daß er es gewissermaßen vergißt, auch der Größe seinerWerke Rechnung zu tragen, daher das Erhabene solcher Ausdrücke,wie: Gott sagte, es werde Licht und es ward Licht; Gott sah, daßdas Licht gut war, und er trennte das Licht von der Finsterniß.

Acht Kapitel führen von Adam auf Abraham, welche Epochedie andern Nationen mit einer Menge von Gottheiten ausfüllen.Einige glauben, Moses habe bei der Abfassung dieser Kapitel ältereQuellen unter Benutzung der Form wie des Inhalts vor sich gehabt, undsie begründen diese Ansicht auf gewisse Worte, welche sonst nicht vor-kommen, auf gewisse Verse mit poetischem Nhytmus, die Citationengleichen*). Wollte man auch die fünfzehn Bücher des Enoch, dieSage von den Säulen, in deren Inschriften nach Flavius Josephdie vor der Sündfluth Lebenden Vieles überlieferten, als Fabeln be-trachten so hindert doch nichts, anzunehmen, Moses habe sich der er-haltenen Ueberlieferung bis auf ihre wörtliche Fassung bedient *^).

„Und Lamech sprach zu seinen Weibern, Ada und Sella: IhrWeiber Lamechs! höret meine Stimme, merket auf meine Rede; dennich habe einen Mann erschlagen, mir zur Wunde, einen jungen Mann,mir zur Beule. Wenn Kain siebenmal gerochen wird, so Lamechsiebenuudsiebenzig mal/' (Kon. IV, 23. 24.) Zweifelsohne ist dies einBruchstück ältester Poesie. Der Fluch Noe's lautet: „Verflucht seyChauaan, ein Knecht der Knechte sey er seinen Brudern! Nud sprach:Gebenedeiet sey der Herr, der Gott Sem's. Chanaan sey seinKnecht! Gott breite Zaphet aus, und er wohne in den Hütten Sems.Chauaan sey sein Knecht." (von. IX, 25, 27.) Vergl. kiokarck81mon, Ulstolre cke I'anoien lostament, 1685. Xstrue, Oonfse-tuv« «ur les memoiies vrixinaux, äont tiloise s'est sorvi ponr I»Oompositlon ,Ii! In 6cn«8o. Nrux. 1753.

vr. Lieb. I.aurence hat herausgegeben: „ülasüasa Henno!,, tkwbv»X ete., d. h. das Buch des Prophelen Enoch, apocryphe Schrift,Jahrhunderte lang verloren geglaubt und Ende des letzten Jahrhunderts<n Abyffinien wieder gefunden; übersetzt aus einer Handschrift der Bib-liothek von Bodley. (Orford, 1821.) Dieses sehr alte, wenn auchapokryphe Buch, worauf die ersten christlichen Schriftsteller sich bezogen,verdiente sicher eine Herausgabe; indessen trägt sein Inhalt keineswegszur Aufklärung des frühesten Alterthums bei. Es ward verfaßt vorZ. Chr., weil St. Zuda es zitirt, und nach der babylonischen Gefangen-schaft, weil den Chaldäern entlehnte Begriffe darin häufig vorkommenDie Idee von der Dreieinigkeit, welche in andern hebräischen Schriftenals eine kabaliftische Lehre dargestellt wird, ist hier in einer Weise dar-gelegt, daß mau überzeugt werden muß, selbe sey den Hebräern ge-