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ruhen, da Gott ihm befiehlt, sich zu erheben gegen Ascalon und dieLänder am Meere?" Während Jeremias die Seele mit heiligerTrauer erfüllt, reißt sie Ezechiel durch seine staunenswürdigeEnergie hin: Isaias aber hat seines Gleichen nicht in irgend einerSprache. Zumal, wo sie von Gott reden, nehmen die Propheteneinen erhabenen Aufschwung, dessen Wirkung die Bestimmtheit undKürze der wortkargen Sprache hebt. Isaias sagt: „die Erdewird erzittern gleich einem Betrunkenen und wie das Zelt einerNacht hinweggeführt werden." Nahum sagt: „der Herr ist imSturme, im Wirbelwind sind seine Wege und die Wolken sind derStaub seiner Füße: er ruft dem Meere zu, und es trocknet aus,und alle Flüsse werden zur Wüste." Habacuc sagt: „Gott be-wohnte und maß die Erde, schaute an und zerstreute die Völker;die Berge der Jahrhunderte wurden verwandelt in Staub, und dieHügel der Welt gebeugt vor den Wegen seiner Ewigkeit."
„In meiner Trübsal, ruft David aus, rief ich zu dem Herrn,und schrie zu meinem Gott: und er erhörete meine Stimme ausseinem heiligen Tempel... Da wankte und bebte die Erde: dieGrundvesten der Erde zitterten und wankten, denn er zürnte übersie. Es stieg Rauch auf in seinem Zorn, und vor ihm her brannteFeuer. Er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel warunter seinen Füßen. Und er stieg auf die Cherubim und flog: flogauf den Flügeln des Mondes. Und er setzte Finsterniß um seinenVersteck, rings um sich her zu seinem Zelt, Wasserdunkel in denWolken der Luft"
An einer andern Stelle bricht er, durchdrungen von dein Ge-danken an die Gegenwart Gottes, in die Worte aus: „Wo soll ichhingehen vor deinem Geist? und wohin fliehen vor deinem Ange-sicht ? Stieg' ich gen Himmel, so wärest du da! stieg' ich in dieHölle, so wärest du da! Nähm' ich mir Flügel von der Morgen-röthe, und wohnt' ich am äußersten Ende des Meeres: so würdeauch dahin deine Hand mich führen, und deine Rechte mich hal-ten !" Im Anschauen der Natur versunken, drückt er folgender-maaßen seine fromme Bewunderung aus: „Du erlustigest mich,Herr ! in deinen Geschöpfen: über die Werke deiner Hände will ichjubeln. Wie herrlich sind deine Werke, o Herr! Gar sehr tief sindgeworden deine Gedanken! Ein thörichter Mensch erkennt dies nicht,
") Ps. xvn.
Ps. oxxxvm.