Band 
Erster Band
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hat, reift, bewässern dies Land. Unübersehbare Heerden weiden aufden immer grünen Triften, die sich zum Meere hinabsenken; diesesschneidet hie und da in das Land ein und vermehrt hiedurch die Zu-fluchtsorte für die Schifffahrer, welche seit unvordenklicher Zeit ge-münztes Gelv bringen zum Austausch für die Produkte, welche dieNatur diesem begünstigten Boden verlieh. In den Ebenen gewinntman bis zu fünf Aerndlen im Jahre und die mit Palmen, Ananas-,Pfirsich-, Zimmtbäumen, der Rebe und dem Rosenstrauch bekleidetenHügel sehen die köstlichsten Früchte dreimal des Jahres reifen.

Neben diesen entzückenden Thälern und Hügeln thürmen sichaber schroffe Felsen auf — mehr denn zwanzig derselben übertreffenan Höhe den Gipfel des Chimborazo — oder erstrecken sich weithinSandwüsten, denen weder fließendes Wasser noch erfrischender Win-deshauch Fruchtbarkeit gewähren. In keiner andern Gegend derWelt herrschen so furchtbare Stürme. Große Ströme eilen wieSturzbäche dahin, schäumen grollend auf, wo sie sich begegnen, unddurchschneiden, nachdem sie ihre Wasser vermischt, endlose Landschaften,um eher das Meer zu bekriegen, als ihm seinen Tribut zu zollen.

Insbesondere ist das Thal Kasckemir, gebildet von der Himalaya-kette, die hier sich als Paropamisus und Jmavus gegen Osten undWesten abzweigt, so glücklich gelegen, daß man in ihm bereits dasirdische Paradies erkennen wollte. In der That strömen auch vierFlüsse, Frische und Leben verbreitend, von hier aus *). Da erhebtsich der Berg Meru, bewohnt von der Macht Gottes und den vierstarken Thieren^). Der Indus, welcher aus diesen Bergen durchdas Pendschab bildet im Süden ein Delta, aus dem die

kand, Königreich Barak. Der große Fluß, welcher den westlichen Theilbespült, führt die Namen Sind oder Hind, wegen seiner dunkelblauenFarbe; daher nannten die Perser dieses Land Sindustan oder Hindustanund seine Bewohner Hindus, welche Benennung von den andern Völkernangenommen ward. Indessen bezeichnet Hindustan in den indischenSchriften nur die Länder, welche der Indus durchläuft. Die Mahome-daner verstanden den Namen Sind als Gegensatz zum Namen Znd, densie den Ländern am Ganges zuschreiben. Die Engländer nennen dieJndier Genius, vorn Portugiesischen Gentivs, Heiden.

Der Brahmaputra oder Sohn des Brahma; die Ganga oder derGanges, den Zndiern erster und heiligster der Flüsse; der Sind oderIndus, schwarzer Fluß; der Gihon oder Orus.

Pferd, Ochs, Kameel, Hirsch.

Persischer Name, entsprechend dem Griechischen Pentapmamia,. fünfFlüsse, von den fünf Wassern,, die in den Zndus fließen