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Krisna verweist ihm solches, und um ihn zum Kämpfen zuvermögen, setzt er ihm das System der Methaphysik in 18 Vor-trägen auseinander: die Betrachtung bedarf der heiligen Büchernicht: durch sie allein gelangt man zur Andacht. Was sollte auchein Brunnen, wo das Wasser auf allen Seiten im Ueberfluß vor-handen? Derjenige lebt, welcher die Tugend in der Seele hat;weise unter den Sterblichen ist der, welcher die Ruhe im Werke, dasWerk in der Ruhe sieht! Thaten stehen um vieles zurück gegen einLeben der Andacht und Betrachtung. Der wahre Andächtige unter-scheidet hienieden die guten von den bösen Werken nicht. Wer glaubt,erlangt Wissen, mit selbem die höchste Ruhe. Wärest du auch mitallen Arten von Sünden befleckt, durch das allgemeine Wissen wür-dest du doch die Hölle vermeiden ... Befreit von Arbeiten und Sor-gen, steht der weise und gemäßigte Sterbliche der Regierung einermit neun Thoren versehenen Stadt vor; er flackert nicht wie einevom Winde gepeitschte Lanze. Die Nacht, die Zeit der Ruhe fürandere Thiere, ist eine Wache für den Büßenden. Der Andächtigesucht Gott und sieht ihn gleicherweise im Ochsen, im Elephanten, imHunde, im Menschen. Hat er seine Wohnung in der reinen Luftgewählt, so bleibt er daran mit seiner Seele, seinen gesammeltenGedanken gefesselt, seine Sinne und Handlungen zügelt er, hält seinHaupt aufrecht und betrachtet unbeweglich die Spitze seiner Nase...Dein Mitleid ist eine kindische Sache. Was redest du von Freun-den, Verwandten, was von Menschen? Menschen, Thiere, Baum-stämme, alles das ist eins und dasselbe. Eine beständige, ewigeKraft hat alles, was du da siehst, geschaffen, und setzt es aus einerBewegung in die andere, und erneuert es, ohne sich jemals Ruhezu gönnen. Was heute Mensch ist, war gestern Pflanze, unbehülf-licher Stoff und wird Morgen wieder zu seinem ersten Zustande zu-rückkehren. Ewig ist das Prinzip: was liegt an den Zufälligkeiten?Du Krieger bist zum Kämpfen bestimmt, darum kämpfe. Es folgtauch daraus ein schreckliches Blutbad, was thut das? Die Sonnedes neuen Tages bescheint neue Erscheinungen in der Welt: dasewige Princip wird fortbestehen, das übrige ist ein Schein und Täu-schung. Warum so viel Aufhebens machen von diesen Täuschungenin deinem Thun? Das Verdienst allen Thun's besteht darin, sichihm zu unterziehen mit völliger Gleichgültigkeit in Betreff der etwai-gen Folgen, unerschütterlich, unbeweglich zu bleiben. Die Augengerichtet auf das absolute Prinzip, welches allein wahrhaft besteht.Wir können den Bagavad-Ghita nicht verlassen, ohne die Bewun-