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mit dem Beispiele der eigenen Tugenden und mit Wundern. Eswar eine neue Erscheinung in Indien, dieses Predigen in gewöhnlicherSprache, dieses Streben, die bisher im Besitze einiger Wenigengewesenen Wahrheiten zum Gemeingute Aller zu machen undzwar durch einfache, leichtsaßliche Darlegung, diese liebevolle Be-handlung und Beachtung von Menschen, welche die höhern Klassender Gesellschaft als Auswürflinge betrachteten.
Nur langsam und unbeachtet entwickelt sich in Magada, demHerzen Indiens, diese Reform; anfangs sich nur mit untergeordnetenPunkten des Dogmas und der Disciplin beschäftigend, erhob siesich indeß von Stufe zu Stufe zu den wichtigsten Lehren der Brah-minen. Nun wollten die Buddhaisten eigene heilige Schriften undphilosophische Theorien haben; sie widerlegten die Vedas, behaup-teten , sie nur allein seyen orthodor; und aus Ueberzeugungskraftoder im Streben, ihre Lehren zu verbreiten und Proselyten zu machen,griffen sie die Theorie von einer ursprünglichen Ungleichheit derMenschen an, stellten über die hierarchischen Einrichtungen die gött-liche Eingebung und erklärten einen Jeden zum Predigen des Wortesberufen, der in sich hiezu die Mission fühle. So bildeten sie neuePropheten, die Samanäer, d. i. Besieger der Leidenschaften; und mitdem Eifer des jedem neuen Glauben eigenthümlichen Proselitismus,wie mit ihren der Unbeweglichkeit des Brahminismus entgegen-gesetzten Grundlehren verbreiteten sie sich rasch und weit.
Nach dem Buddhaismus, der nicht vom Volke, sondern von denGelehrten ausgeht, zerfallen die Geschöpfe in sechs Klassen; höllischeDämonen, gierige Dämonen, Thiere, Genien, Menschen, Götter;die ersten drei entstammen der Sünde, und diese der Materie; dieandern der Tugend, Tochter der Seele, beide erzeugt vom Gedanken,der sich auf die höchste Intelligenz stützt Beherrscht vom uner-
Folgendes ist diese Genealogie:
Höchste Intelligenz.
Gedanke
Seele
Tugend
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Malene
Sunde
Höchste. Mittlere. Untergeordnete.
Niederste. Mittlere. Höchste.
Götter. Menschen. Genien.
Thiere. Dämonen. Gierige Teufel.