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Lebensrnitteln, an Tempeln und Palästen, deren Kuppeln an Höhemit den Bergen wetteiferten. Hie und da traf man auf Bäder undGärten, deren Zierde der Baum Mango war; die Luft war erfülltvorn Dufte des Weihrauchs, der Blumenguirlanden, dem Gerücheder Opfer; nur Wiedergeborne waren die Bewohner, strengenachlebend den Vorschriften der Vedas, voller Wahrheit, Eifer,Theilnahme, Herren ihrer Leidenschaften und Neigungen. Da gabes keinen Geizigen, keinen Lügner, keinen Betrüger, weder Uebel-wollende noch unversöhnliche Feinde. Niemand lebte weniger alshundert Jahre. Alle hatten eine zahlreiche Nachkommenschaft undgaben den Brahminen wenigstens tausend Silberstücke; alle duftetendie süßesten Wohlgcrüche aus, trugen die Haare gelockt an denSchläfen, Kronen, Halsbänder und reiche Kleidung. König Da-sarata selbst war sehr bewandert in den Vedas und Vedantas,geliebt vom Volke, so geschickt wie irgend einer in der Führung desWagens, unermüdlich in den Opfern und heiligen Ceremonien, fastso gelehrt wie ein Rischi, mit Recht berühmt in den drei Welten,Beschützer seiner Unterthanen wie Muni, der erste der Monarchen."
Er wäre der glücklichste der Fürsten, wenn er Kinder hätte;um deren zu erlangen, beschließt er die Darbringung des feierlichstenaller Opfer, die Opferung des Pferdes. Mehrere Jahre nehmendie Vorbereitungen in Anspruch, vor allem aber muß die Tochterdes benachbarten Königs Schianta den heiligen Jüngling Ri-schia Sringa, welche die Vedas in der Einsamkeit der Wäldererforscht, zum Gatten nehmen. Eine Schaar von reizenden Jung-frauen sucht ihn auf; beim Anblick ihrer wollüstigen Tänze, beidem ihm noch unbekannten süßen Klänge der weiblichen Stimmefühlt er sich bezaubert und verbindet sich mit der lotosäugigen jun-gen Tochter Schianta's. Nach vollendetem Opfer verkörpert sichWischnu, der im Himmel sich befindet, „in Gelb gekleidet, mit gol-denen Armbändern, sitzend auf dem Adler Vinuteya, wie dieSonne auf einer Wolke, seinen Wurfspieß in der Hand." in denSohn Dasaratas, Namens Rama, jedoch ohne den Himmel zuverlassen.
ViSva Mithras, ein Weiser aus königlichem Stamme, wel-cher durch sein strenges und tugendreiches Leben sich zum Rangeeines Brahminen emporgeschwungen, bittet um Hülfe gegen diebösen Geister und Rama; der siebenzehnjährige Held verläßt seinen
Aus den drei ersten Kasten, namentlich der Brahminen.