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theilung gebracht, herbeiholen, damit er ihn sterben sehe: denn, sagteer, wir befinden uns in einer Zeit, wo wir an großen Beispielen unskräftigen müssen.
Die Natur, schien es, wollte ihre Züchtigungen mit so vielenScheußlichkeiten vereinigen. Furchtbare Stürme verheerten Campa-panien, Lyon, die wichtigste Stadt Galliens, ward von einer Feuers-brunst verzehrt, in Rom selbst raffte die Pest 30,000 Menschen hin-weg. Diese und andere Naturereignisse, namentlich die Erscheinungeines Kometen, flößten Nero Schrecken ein. Da er gehört, in sol-chen Fällen müsse das von den Zeichen vorgedeutete Unglück durchBlut gesühnt und abgewendet werden, beschloß er, alle Senatorenermorden zu lassen und an die Spitze der Provinzen und Heere Ritterund Freigelassene zu stellen. Indessen hielt ihn das Verlangen nachweiteren künstlerischen Triumphen vorläufig noch ab, diesen Schlag zuvollführen; denn nun endlich sollte der klassische Boden der Kunst,sollte Griechenland seine Künstlergröße bewundern.
Nero in Griechenland.
Mit einem prächtigen Gefolge zog er von Stadt zu Stadt, sangund spielte auf den Theatern, zeigte sich als Wagenlenker in denArenen. Höchlich fürchtete er das Urtheil der Bewohner von Elisund erwartete in Bescheidenheit ihr gewichtiges Urtheil. Aus Eifer-sucht ließ er mehrere Statuen früherer Athleten in die Kloaken wer-fen. An den Nationalspielen, die er alle in Einem Jahre zu feierngebot, nahm er thätigen Antheil, ausgenommen zu Sparta, von wodas Andenken an Lykurg ihn fern halten mochte, und zu Athen, woder Tempel der den Muttermord rächenden Furien stand. Unzufrie-den ob der von der Pythna ihm gegebenen Antworten, ließ er ausdem delphischen Tempel 500 Statuen und ihm das heilige Gebiet vonKlrrha wegnehmen, wollte sogar das Orakel zerstören durch Er-mordung der Priester, Hüter der Höhle, aus welcher der begeisterndeDunst aufstieg. Zu Korinth triumphirte er mit den Attributen desHerakles und begann selbst mit einer goldenen Hacke die Arbeiten zuder von ihm prosektirten Durchgrabung des korinthischen Jsthmos.
Nachdem er in Griechenland mehr Zerstörungen als Zkerre s an-gerichtet hatte, wollte er ihn auch in wilder Sittenlosigkeit übertreffen.Am hellen Tage lief er als Stier verkleidet in den Straßen umher,um die Schamhaftigkeit und die Natur zu beleidigen; öffentlich ver-heirathete er sich unter der Beobachtung aller bürgerlichen und reli-giösen Ceremonien mit einem gewissen Pythagoras und sodann