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über die irdischen Leidenschaften erhaben'/ bildet und löst. DasStreben Karls wird indeß von seinen Nachfolgern nicht fort-gesetzt; die auSeinandergehenden Interessen schaffen im Gegen-theile eben so viele Staaten als Stämme und dann als Lehen.DaS Lehemvesen zerreißt übrigens die Tyrannei/ welche auf denVölkern lastet/ vermehrt die Sitze deö öffentlichen LebenS/ schwächtden sonst so mächtigen Eindruck der Gewalt/ erstickt die Leiden-schaft des ErobernS; indem sie das Eigenthum zerstückelt/ zerstörtste die Sklaverei und bereitet eine Art von Gleichheit vor. Wäh-rend die großen Eigenthümer auf dem Lande bleibenden Aufent-halt nehmen/ verbleiben die Städte den Gewerbtreibende»/ derenVereinigung in den Klöstern/ Zünften/ Gilden/ Freimaurerlogenstets anwachsend/ die geselligen Kräfte verdoppelt/ und macht/ daßder den Gesetzen seiner Innung unterworfene Einzelne die Lebens-kraft aller dieser Verbindungen vervielfacht. Ist somit die geselligeOrdnung auch noch schwach und der sittliche Zustand ein ver-kommener/ so lebt dagegen Energie des Willens und physischeKraft/ die Menschen seufzen noch nicht unter dem Druck systema-tischer Ideen. So wird denn auch die Gründung der Communenleicht.
In keiner andern Epoche bietet die Ueberlieferung der Mensch-heit das Schauspiel dar von einer gänzlich rechtlose»/ tief gede-müthigten/ unbeachteten Menschenklaffe/ die in stetem Fortschrittbis zur Erlangung der Unabhängigkeit/ der Macht sich erhebt/ dereö gelingt/ die Basen der Gesellschaft zu verrücken/ die Natur derRegierungsweise zu verändern/ die eigentliche Nation zu werden.DaS Volk hat gekämpft und kämpft noch/ um das Lehemvesenaus seinem letzten Schlupfwinkel zu vertreiben/ und selbst dessenTodeskampf rührt es nicht; und diese Kämpfe verdienen unsereAufmerksamkeit, weil es sich dabei nicht um die Geschichte derKönige, sondern um unsere eigene, die deö Volkes, handelt. Derden Alten unbekannte Mittelstand bildet unter den Besiegten dieGemeinden; sie wachsen im Schatten der gegen sie von den Sie-gern erbauten Zwingburgen; sie werden in Italien zu Republiken,befestigen in Frankreich die königliche Macht, halten dieselbe inEngland im Gleichgewicht, legen überall den Grund zur Kulturder neuern Zeit.
Und selbst wenn wir unsere Aufmerksamkeit ausschließlich aufdie Herrscher richten, so erscheinen sie uns nicht als die unbe-schränkten Gebieter der unterworfenen Nationen, wie die Erobe-