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Die Dichter, wenn sie es auch nicht verstanden, sich zu glei-'cher Zeit der Ueberlieferung und der Inspiration, der unzertrenn-lichen Elemente jeder ächten Dichtkunst, zu bedienen, besangenVaterland, Glauben, edle Thaten. Der schon von Sokratesund Seneca vergeblich bekämpfte sophistische Geist tauchte inden Schulen wieder auf, die Philosophie jedoch ließ sich nichtauf eitle Kämpfe ein, sondern wendete ihre Forschungen der Ge-sellschaft und der Verbesserung des Menschen zu, um ihn zu be-lehren über das, was er glauben und thun müsse; sie ging aufdie heiklichsten Fragen ein mit der Freiheit, deren der genießt,welcher durch noch ungebahnte Gegenden sich einen Weg zieht.Die Scholastiker übten ihre Kraft an dem mächtigsten und un-zweifelhaft gelehrtesten Denker des Alterthums. Das Feld derPhilosophie rüstig beackernd, verbesserten sie die Lehre des Ari-stoteles, so weit dieselbe nur zu verbessern war; und wenn sieauch wirklich zwischen ihm und Plato, zwischen den Realitätenund Generalitäten sich lediglich in leere Spitzfindigkeiten oderverwirrte Träume verloren hätten, so würden sie doch noch immerbaS Verdienst besitzen, für die neuere Zeit die logische Feinheitund Abstraktionsfähigkcit grundgelrgt zu haben.
Man sagt, eS gab damals keine Kritik, und doch nehme ichkeinen Anstand, zu behaupten, daß fast alle bis auf uns in An-regung gebrachten Fragen bereits durchgesprochen wurden. Undwährend daö Jahrhundert Leo X an den Betrug des AnniuS
Anzahl der Arbeiten, durch umfassenden Geist, der auch Fremdes betrach-ret (Adam, Cvsmas, Gerl ach, Peter v. Z,, Helmvld, flandrischeChronisten), durch Mannigfaltigkeit bei gleichmäßiger Kraft, durch Ver-geistignng des Stoffes (sei diese auch nur eine zeitgemäße), alle Völkerüberflügelt, „Vielleicht, sagt Waitz, stehen einige der Nachbarländer indiesen Zeiten gegen Deutschland nicht zurück; auch Frankreich, Italiensind reich an wichtigen geschichtlichen Werken; England Hai ihrer in nichtgeringer Zahl auszuweisen z Dänemark den Saro, der für viele gilt »ichin Darstcllungsknnst den meisten Zeitgenossen voransteht. Aber in Deutsch-land ist der Sinn für geschichtliche Arbeiten gleichmäßiger verbreitet, inallen Landstrichen nnd zu den verschiedensten Zeiten findet er sich z unterden Sachsen, unter den fränkischen Königen nnd wieder unter den Ho-henstaufen sind tüchtige Kräfte auf diesem Felde thätig gewesen nnddie Werke, die uns vorliegen, zeigen bei aller Gemeinsamkeit in denGrundzügcn doch eine größere Mannigfaltigkeit der Ausbildung, auch derAuffassung und Darstellung, als es anderswo der Fall ist," Nr. Gnm-posch, A. a, O. D. H,