Band 
Fünfter Band.
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pel/ Statue»/ Triumphbogen/ Aquädukte/ die Verfeinerungen de§Luxus und des täglichen Lebens befinden sich in den Städten;ausserhalb derselben ist nichts oder höchstens eine Hütte/ wo mandie Sklave«/ welche mit ihrem Schweiße den Herren und Sräd-lern das Leben versüßten/ des Abends einsperrte. Im Mittel-alter dagegen sind taufende von Dörfern unter sich durch guteWege verbunden; zahlreiche Schlösser/ Klöster/ Maierhöfe beweise«/daß inmitten einer Bevölkerung von Bürgern/ die alle ihre Be-dürfnisse selber befriedigt/ die Fürsorge des Bischofs/ die Predigtdes Mönches/ die Aussicht des Gemeindevorstehers auch des ärm-sten Bauern nicht vergessen. Man findet da nicht/ gleich bei denAlten/ die unbegränzte Monarchie oder die allgemeine Gleichheit/welche bald wieder jene erzeugt/ wohl aber eine Ausgleichungdieser Formen wie Anfänge und Versuche im Gesetzwesen/ welchenach unserer Ansicht wichtiger sind/ al§ Wissenschaften und Künste/deren Erwachen in vielen Ländern das Signal des Verlustes derVerfassung und Unabhängigkeit war. Die Helden des Alterthumserscheinen uns groß/ weil sie als gänzlich selbstftändige und voll-endete Gestalten vor uns hintreten in Folge der Einrichtungenihres Vaterlandes oder Dank den Schriftsteller«/ die sie schildern;da sie indeß nur ein äufferliches Leben führen/ ist beim Lichte be-sehen ihr ganzes Wirken nichts als eine Förderung des Gangesder Dinge. Dagegen beherrschen die Helden des Mittelalters dieGesellschaft durch die Gluth der Ueberzeugung und durch diePhantasie/ was selbst den Leiden und Duldungen eine fantastischeFärbung/ einen Reichthum des Lebens verleiht. Zwar ringenund kämpfen sie häufig ohne ausdrücklichen politischen Zweck/ dochimmer mit der Hingebung/ welche Bewegung und Schlachtgewühlnur sucht/ um durch sie zur Ruhe und zum Frieden zu gelangen;zuletzt/ um eine Pause zu machen zwischen den Stürmen der Weltund der Stille des Grabes / ziehen sie sich in ihre Burgen oderKlöster zurück.

Uebrigens ist es unsere Absicht keineswegs/ den unbedingten Lob-redner des MittelalterS/ noch weniger den seiner Institutionen zumachen. Wir wollen ebenso wenig alten Idolen opfern/ als untereinem den Zusammensturz drohenden Dache unsere Wohnung auf-schlagen/ allein wir denken mit Rührung daran/ daß unter diesemDache unsere Väter Schutz fanden. Wir haben uns nach nichts ausdem Mittelalter zu sehne«/ finden nichts darin des NachahmenüWerthes/ aber wir können vom Mittelalter vieles lernen/ und