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nur an tönenden Worten und an parteiischen Urtheile»/ die sichin den Lügenschein der Freimüthigkeit einhüllen/ ihr Gefallenfinden. Ich erlaube mir/ ja ich setze darein meinen Stolz/ diesenzn mißfallen. Jeder Schriftsteller/ der seine Bestrebungen aufdie Zukunft hin richtet/ kann nicht anders als durchaus abstoßendauf diejenigen wirke»/ welche die Vergangenheit zurücksehnen unddie- verglimmten Kohlen auf den Altären von Gottheiten / derenZeit vorbei ist/ wieder anblasen möchten. Ich sehe und kenne dieMangel der Vergangenheit und ich erzähle/ nicht wie ein Höf-ling/ der den Gelüsten seines Herrn schmeichelt (ich habe keinenHerrn)/ sondern wie ein Freund/ dem wohl bekannt ist/ wie indeS Freundes Gemüth Böseö und Gutes sich verschmelzen. I«/wir sind besser/ als unsere Väter; und obgleich wir dies oft eherin Worten als in Thaten sind / so erwachsen am Ende aus denWorten doch noch die Thaten; nun ist daS Mittel/ dahin zu ge-langen/ weder die Vergötterung/ noch die Verachtung derer/ dieunS vorangingen. Eher möge man sich bestrebe«/ die vergänglichenIrrthümer von den dauernden Fortschritten aller Zeiten zu tren-nen. So werden wir/ wenn wir die wahren Entwicklungen er-kennen/ alles das zu benutzen vermöge«/ was sie herbeiführte/ allesdas entferne«/ was das-Uebel nicht abzuhalten vermochte/ lernen/wohin Druck/ Uneinigkeit/ tyrannische Grundsätze führen können;so endlich gewöhnen wir unS/ die Wahrheit überall zu erkennen/wo sie ist/ die unvermeidlichen Schicksale mrt Vertrauen und Muthzu ertrage«/ niemals zu vergessen/ daß Mäßigung eines der Merk-male der Stärke ist.
So hoch stelle ich das Ziel: ich werde strebe»/ es zu errei-chen/ indem ich in der Geschichte suche und nachweise die Wahr-heit und Sittlichkeit in den Thatsachen/ die Würde de§ Mensche»/die edelsten Gedanke«/ ohne mich von den Phantomen von Ehreund Ruhm verführe«/ noch durch die Herabwürdigungen abschrek-ken zu lasse»/ mit welchen die schamlose Keckheit nichts verschont/was ihr nicht gleicht. AlS man Mirabeau unter dem Lächer-lichen niederbeugen wollte/ erwiderte er: ,/Jch nehme es nicht an."Auch ich/ ohne mich übrigens mit Mirabeau vergleichen zuwollen/ glaube genug geschrieben und gehandelt zu habe«/ um dieAngriffe der niedern Kritik nicht fürchten zu dürfen/ und daß dieernste Kritik mir gerecht werde/ hoffe ich noch zu erleben. Inder letzten Instanz appellire ich an die Zeit/ die ebenso unfehl-bare als geduldige Richten» unserer Werke/ und an jene Jugend/