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Genossin, Nebenbuhlerin Theo dorn's und übte so einen unum-schränkten Einfluß aus ihren Gemahl, den sie zwar durch ihr Be-tragen entehrte, aber auch durch die Gnade der Kaiserin, die siezu seinem Vortheil ausbeutete, hoch erhob.
Belisar hatte, wie die Condottieri im Mimlaltcr, eineTruppe berittener Lanzenträger, welche durch einen Eid zum Ge-horsam gegen ihn gebunden waren und aus lauter abgedienten,im Kriegshandwerk abgehärteten und geübten Leuten bestanden.Sein Heer, welches aus Herulern, Hunnen, Thrakiern, Jsauriernzusammengesetzt war, bestand aus fünf tausend Reitern und zehntausend Fußgängern; er ließ sie auf einer Menge von kleinenFahrzeugen einschiffen und zog so aus zu diesem zweiten punischenKrieg. Ueberdieß führte die aus 92 Dromonen (leichten Fahr-zeugen) bestehende Kriegsflotte zwei tausend Seesoldaten, die inEgypten, Jsaurien und Kilikien aufgebracht worden waren. Sieverließ Conftantinopel mit dem Segen des Patriarchen und ge-weiht durch die Zulassung eines gewissen TheodosiuS auf daSHauptschiff, eines jungen, kaum getauften Kriegers, bei dem An-ronina Taufpathenstelle versehen hatte und den sie bald mit einerZuneigung unter ihren Schutz nahm, welche eine andere als dieeiner Pachin war. ES wird angenommen, daß Belisar damalsdie nautischen Signale erfand, waö die Flotte hinderte, sich zuverirren, wie eS bei frühern Fahrten vorgekommen war. Nachdreimonatlicher Schifffahrt legte er an der afrikanischen Küste vorAnker. Hätte ihn Gelimer, der ihm an Zahl und Stärke derSchiffe überlegen war, auf dem Meere angegriffen, so würde erleicht die byzantinischen Fahrzeuge, die theils zu schwerfällig wa-ren, um sich mit Schnelligkeit zu bewegen, theils zu klein undschwach, um einem ernsten Angriff zu widerstehen, vernichtet haben,aber unbekannt mit der drohenden Gefahr, hatte er seine Flottenach Sardinien gesandt, alS es sich darum handelte, seinen eige-nen Herd zu vertheidigen. Belisar konnte so ohne Schwertstreichseine Truppen ausschiffen (beim Vorgebirg Hermäum, Sept. 533)und sein Lager aufschlagen. Er hielt sehr sorgfältig auf strengeKriegszucht, weßhalb er von den Afrikanern als ein Befreier be-trachtet und bereitwillig mit Lebcnsmitteln versorgt wurde. Wasdie Obrigkeiten betrifft, so blieben sie auf ihren Stellen und ver-walteten im Namen Juftinians, und die Geistlichkeit predigtezu Gunsten deS rechtgläubigen Kaisers.
Nachdem bereits eine große Anzahl von Städten ihm nach