Band 
Fünfter Band.
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und der Besieger der Bothen / Vandalen, Bulgaren und PerserltcSt zitternd folgende von Theodor« geschriebene Worte: „Duweißt/ wie sehr Du mich beleidigt haft; aber ich habe große Ver-pflichtungen gegen Deine Gattin und verzeihe Dir um ihretwegen.Ihr haft Du Dein Lebe»/ Dein Heil/ Dein Glück zu verdanken;laß Deine Thaten beweisen / daß Du ihr dafür erkenntlich bist."

Auf diesen Brief hin warf sich Belisar — eben so schwachwie der Herzog von Malborough im 18. Jahrhundert — zuden Füßen Antoninens/ nannte sie die Retterin seines Lebensund sich ihren ergebenen und treuen Diener; sie nahm ihn wie-der zu Gunsten auf und verschaffte ihm wieder den Oberbefehl:der Sklave des Kaisers und einer Frau/ der er zum Spielballdient/ zeigt sich dann wieder als Held / erobert Königreiche undschlagt die Krone auS/ die man ihm bot.

Trotz alle dem jedoch entging er weder dem Argwohn Ju-stinianS noch den giftigen Einflüsterungen der Böse»/ die ihmdie Absicht unterlegte»/ als wolle er die VolkSgunft zu seinem Vor-theil benützen. AlS Belisar von seinem Siege über die Bulga-ren zurückkam/ machte man ihm ein Verbrechen auö der Freudeder Mitbürger/ die er gerettet hatte/ und welche die einzige Prachtseines Triumphs war. Ohne ein Wort deS Dankes für seineDienste befahl ihm der Kaiser/ sich auf seine Güter zurückzuziehen.

Tod Belisars. März 505.

AlS bald darauf ein Aufstand gegen Justinian auSgebrochenwar/ nahm man an/ daß Belisar daran Antheil genommen habe/weil er unzufrieden sein mußte; sofort wurde er seiner Macht/seiner Ehren / seiner Reichthümer beraubt. Vom Dezember 563bis Juli 564 saß er in Haft und jede Art von Schimpf häuftedie Gerechtigkeitsfalschmünzerei der feilen Gunstbuhler und Wohl-diener auf den greisen Helden/ der doch wahrlich mit siebzig Jah-ren nicht nach dem streben mochte/ was er in der Kraft desMannesalters und mitten in seinen schönsten Heldenthaten auö-geschlagen hatte. Zwar kam seine Unschuld bald an den Tag/zwar wurde er in seine Ehren wieder eingesetzt/ aber er überlebtenur acht Monate diese Genugthuung. Bei seinem Tode nahm derFiSkuS sein allerdings übermäßiges Vermögen mit Ausnahme einesTheilS/ welcher Antoninen überlassen wurde/ die eS zur Grün-düng eines Klosters/ wohin sie sich selbst für den Rest ihrer Tagezurückzog/ verwendete.