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unter Anderirr die Absicht aus/ zu Anfang des JahrS die Consul-würde anzunehmen, welche die Bürger zu ihrem äußersten Leid-wesen hatten abschaffen sehe»/ weil sie dadurch der gewohntenGeschenke beraubt wurden. Am 1. Jan. 566 trat er auch wirk-lich das Consulat an, ohne einen Mitconsul zu nehmen.
Bald erschienen Abgeordnete der Avarer, die, eines festenWohnsitzes noch entbehrend, als so viele Völker einen solchen be-reits gefunden, JuftinuS zur Annahme und Bezahlung ihresBündnisses aufforderten. Der Kaiser empfing diese Barbaren,um ihnen Achtung einzustoßen, mit Gepränge, und nachdem er siedie Macht ihrer Nation und die Huld des Chagan rühmen ge-hört, antwortete er ihnen mit Stolz, daß ihm gleicherweise ihreFeindschaft wie ihr Beistand gleichgültig seien*).
Kurz darauf (568) sandte auch der Khan der Türken, Disa-bul, zu ihm, um ein Vertheidigungsbündniß gegen die Persermit ihm zu schließen und Handelsverbindungen zu eröffnen.
Dieser Prachtaufwand, diese Gesandtschaften konnten Einigevon den Zeiten des Augustus träumen lassen, heilten aber nichtdie außerordentliche Schwäche des ReichS und seines Regenten,welcher letztere, ganz in Wohlleben versunken, sich vom Feindeeine Provinz nach der andern wegnehmen und seine Munster die-jenigen, welche ihm blieben, auspressen ließ. Der gänzlich un-fähige Justin ward gegängelt von seiner Gattin Sophia, einerNichte der Theodora, die, nicht minder ränkesüchtig als ihreTante, wenn auch nicht unzüchtig, aber eitel, argwöhnisch undgrausam, ihn zu allerlei Unthaten verleitete. Wahrscheinlich aufihr Betreiben ließ Justinus einen seiner Verwandten, desseneinziges Verbrechen darin bestand, daß das Volk von Alcxandriaihn liebte, meuchlings ermorden. Dadurch, daß er den Narsesbeleidigte, veranlaßte er den Verlust Italiens, welches die Longo-barden dem griechischen Reiche vollständig entrissen. Persarmeuiendagegen, welches sich in seinem Glauben behindert sah, unterwarfsich ihm bedingungsweise, was einen neuen Krieg mit Persienherbeiführte.
Durch eine Krankheit des Gebrauchs seiner Beine beraubt,dachte JustinuS, wohl auf Veranlassung der Kaiserin, daran,sich einen Gehülfen zu geben; und ohne Berücksichtigung seiner
') Außer den früher genannten Historikern vergl. man 6oi-ixpus , >Is Ltaiuk.
Nui-t. 16, IV.