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m gewissen Klassen für rechtmäßig galten, und ausser denselbendas Weib als Concubine betrachtet ward, die Kirche aber, diesenUnterscheidungen fremd, jede nach ihren Vorschriften eingegangeneVerbindung als Ehe anerkannte *).
Leichenbestartung.
Die Kirchenväter, namentlich Terrullian, eiferten widerden antiken Gebrauch der Leichenverbrennung, denn sie betrachte-ten die gewaltsame Vernichtung der Ueberrefte von Christen, dieZerstörung von zur Wiederauferstehung bestimmten Körpern alsfrevelhaft. In den ersten Jahrhunderten hielt man eine Agaveoder ein Trauermahl im Sterbehause, wohin deS VerstorbenenVerwandte und Freunde gleich wie die Armen geladen waren-damit sie Alle, nachdem sie Nahrung zu sich genommen, für dieRuhe seiner Seele beten möchten.
Diese Sitte artete jedoch zu Aergernissen und Ausschweifun-gen aus **); eS wurden sogar profane Spiele dabei eingeführtund eS kam so weit, daß mehrere Synodalversammlungen denGebrauch als einen Ueberrest heidnischen Aberglaubens verboten.Der heil. Ch rysoftomuS wirft seiner Gemeinde vor, sich über-mäßigem Jammer zu überlassen und mit übertriebenen Geberden,geschornen HaupteS, blutendem Antlitz und nackten Armen denLeichenbegängnissen beizuwohnen; keineswegs aber will er denSchmerz um die Verstorbenen, sondern nur daS übermäßige Zu-schautragen desselben mißbilligen ***). Ebenso verwirft er denBrauch, Weiber gegen Bezahlung bei den Leichnamen jammernund heulen zu lassen, von welchem alten Brauch, ausser den erstenlateinischen Schriftstellern si), Homer und JeremiaS (Kap.9)reden.
Das alkeste Sakramentarinm wird dem heil. Gelasius zugeschrieben,jedoch sind die Ceremonien znm Theil bereits von seinen Vorgängern an-geordnet. Simplicius stellte in drei römischen Hanplkirchen Wöchncran, welche zu jeder Stnnde des Tages die Sakramente zu verwalkenhatten.
Lilie,-c in honorem snnotoruin, vel nnimne äelnnotns.
Lomil. l. in aosnn.
Sie nannten solche Klageweiber praskoss (Plant. Varro, Lnciliusu. A.). Zn Italien hießen ste später enntatrioi oder conts.triei und trotzmehrerer Verbote bestehen ste noch in den Abrnzzen, einigen ober-italienischen Gegenden, aus Sardinien, im Veltlin n. a. O. fort. Nochjetzt improvistrt die irische Wittwe den Tranergesang sür den verblichenen