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amte zu gelangen/ den Pflichten/ die der Priester zu erfüllen hat/der Art und Weift/ das Volk zu unterrichten/ und der Nothwen-digkeit/ sich selbst zu heiligen/ während man bedacht ist / Anderezu heiligen/ um nicht im übermäßigen Vertrauen auf die eigenenHülfsquellen des Lohnes der gemachten Anstrengungen verlustigzu gehen. Kaiser Mauritius verlangte eine Abschrift diesesWerkes und schickte es dem Patriarchen AnaftasiuS von An-tiochien zu/ um es ins Griechische übersetzen zu lassen und allengriechischen Kirchen mitzutheilen. 5k. Alfred übertrug eS inöSächsische für die Bischöfe Englands. Die spanischen und frän-kischen Kirchen stellten es den Bischöfen als Muster auf undKarl der Große wie seine Nachfolger empfahlen es in ihrenKapitularien auf'S Angelegentlichste.
In den Dialogen erzählt er viele und man darf sogarsagen zu viele Wundergcschichren von italischen Heiligen und dieGrundwahrheiten werden durch die Enthüllungen auferweckterVerstorbenen und in ähnlicher Weise bewiesen. Zwar muß dieKritik solche BewciSart verwerfen/ Gregor aber/ der sich in sei-nen Schriften keineswegs als ein Unwissender zeigt/ folgt hierinnur dem Geschmack seiner Zeit und machte sich denen verständlich/die er bekehren wollte; übrigens wollte er keineswegs täuschen/denn er nennt stets seinen Gewährsmann. Dieses Werk machtegroßes Aufsehen; an Theudelinde geschickt/ trug eS wesentlichzur Bekehrung der Longobarden bei/ auf welche auch mehrere dererzählten Wunder sich bezogen. Bei den Griechen fand die Schrift/welche sogar in der Folge in'S Arabische übersetzt wurde/ sogroßen Beifall / daß sie ihrenthalben dem heil. Gregor den Na-men DialogoS beilegten.
Seine Unterredungen mit Mönchen von ausgezeichneter Fröm-migkeit/ die er stets in seiner Nähe behielt/ veranlaßten die Mo-ralischen Betrachtungen über Hiob. Er verfaßte aucheinen Commentar zum Propheten Ezechiel/ sowie Homilien überdie Evangelien. Keineswegs den schönen Künsten abgeneigt/ er-richtete er Gesangschule»/ und dichtete Hymnen sowie ein Anti-phonarium aller Theile der Messe/ die nach bestimmten Melodienvorgetragen werden sollten. Im Kloster des heil. Andreas ließer sich malen und in den Copien dieses Gemäldes wurde gewöhn-lich der heilige Geist unter der Gestalt einer Taube über seinemHaupte schwebend dargestellt; abermals ein Beweis/ daß die Ma-lerei zu jener Zeit im Gebrauch war. Nach dem bisher über