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weift des Volkes her*)/ und der heil. Augustinus führt einigegewöhnlich gebrauchte/ kaum lateinische Ausdrücke an **).
Ueberlebcnde Volkssprachen.
Wir finden durch alles dieses unsre Anficht bestätigt/ daß dasgegenwärtige italienische Idiom nichts anders ist als jene alteVolkssprache Roms. Es wäre ein großer Irrthum/ wollte manglauben/ daß die Römer die in den eroberten Ländern gebräuch-lichen Idiome gänzlich ausgerottet hätten/ während anderseits/ dasogar in der Nähe RomS das Lateinische sich nicht rein erhaltenkonnte/ dieß um so eher in den Provinzen der Fall sein mußte.Namentlich in Grabschriften aus der ersten christlichen Zeit findetman Irrthümer/ welche die larein. Wörter den entsprechenden imneuern Italienischen sehr nahe bringen. ES ist fast keinem Zweifelunterworfen/ daß diese vorzugsweise orthographischen Irrthümervon der/ der gegenwärtigen italienischen fast gleichen Aussprachedes Lateinischen (der Schriftsprache) herrühren. — In den letz-ten Zeiten der Republik kam dem Decimus Brutus bei seinerFlucht von Bologna nach Aquileja hin seine Kenntniß derMundarten dieser Gegenden zu Statten***). Feftus beklagt,daß man selbst in Latiuni/ woher es doch seinen Namen erhalten,nicht mehr lateinisch verstehe?). Wir neigen uns der Meinungzu, daß die unter sich so verschiedenen italienischen Dialekte be-zeugen, daß diese idiomatische Verschiedenheit uralt und von denEinfällen der Barbaren unabhängig ist; herrschten doch auch inSpanien die Gothen so lange und doch hat die spanische Sprachekeine gothischen Worte. Venedig wurde von keinem Volke erobertund Verona von allen, und doch sind die Dialekte dieser beidenStädte näher mit einander verwandt als das Veronefische mit demganz benachbarten Brescianischcn. Merkwürdig ist überhaupt, daßgerade sehr verschiedenartige Dialekte in Italien hart an einandergrenzen; ein Bergrücken oder Fluß trennt plötzlich das Bergamc-sische vom Mailändischen, das Toskanische vom Bolognefischcn.
») XIII, 6.
*^) 8srmonein vuIZLien, et m-U« IrUinum. — No vitn denkn I.
8llinpto cultu xr/Uieo, n«n i^nneus et linKune, fuxiebnt xr» Ni« p»«-ei«, pivi KnIIo I/i!««. V«!. Max. I, III.
-pg I/Mins lohn! n I/ntio äietuni est, locntio »den est versn, ut vixutln «tu« xnrs inanont in notitin.