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Urkunden oder Chroniken verfaßte«/ verfuhren sicher ebenso underlaubten sich volköthümliche Wendungen; sogar der wichtigfteHistoriker dieser Zeit/ ein Bischof und Hofmann, erklärte/ ernehme keinen Anstand/ das männliche für daö weibliche Wort zugebrauchen/ den von der Präposition geforderten Beugungsfall zuverändern und dergl. m.*); so wenig schämte man sich dessen/nur die gebräuchlichste Sprache zu verstehen.
Griechische Sprache.
Von den verschiedenen Dialekten der griechischen Sprache(diese Dialekte sind jedoch wohl zu unterscheiden von dem/ waswir jetzt unter diesem Namen verstehen) hatte der attische in derLiteratur den Vorrang behauptet durch die großen Schriftsteller/welche sich seiner bediente«/ wie durch die überwiegende geistig«Kultur der Athener. Indessen verfielen doch diejenige»/ welch«im attischen Dialekte schrieben/ ohne von Jugend auf ihn gespro-chen zu haben/ in manche Ungehorigkciten deü Ausdrucks; dem-nach verlor selbst dieser Dialekt an Reinheit in dem Maße, alssich fremde Formen einmischten/ namentlich nach der makedonischenHerrschaft. Da durch diese Herrschaft der Gebrauch dcS Griechi-schen unter mehrere und entfernte Nationen/ in Städte»/ derenBewohner keine gebornen Griechen waren / wie z. B. in Berga-mos und Alexanderen/ sich eingebürgert hatte/ mußte natürlicher-weise diese Sprache an Reinheit abnehmen nach dem Verhältnißihrer Ausbreitung; die Schriftsteller nahmen neu eingeführt«Formen und Ausdrücke an/ namentlich solche/ die dem großenHaufen zu gefallen suchte»/ wie HeliodoroS/ Lenophon vonEphesos und Chariton. Der nach Constantinopel versetzt«Hof brachte viele lateinische Ausdrücke dahin/ und noch verderbtedie Sprache durch die alexandrinische Schule und daö Christen-thum. Da die Verkündiger des Evangeliums sich vorzugsweise andas Volk wandten, eigneten sie sich auch dessen Ausdrucksweiseau, weßhalb auch der h. Paulus erklärt/ er wolle schreiben wie
') Es ist dies besonders häufig im longobard. Gesetzbuch, und abgesehenvon den Worten, weiche rein barbarische Ausdrücke erklären, liest manin demselben: varbsm, <z»oä est patruus sliotb. 114); noveream, iilest mntriniam (18S); proviAnmn, iä cst Eastrilln (!!>.); /Nrixam,gnvä est mnsenm (107); verrinn, ^uoä cst moilo laisvum oder In«-«nn (LOS).