Band 
Fünfter Band.
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der gewöhnliche Mann, und im Evangelium fremdartige Wendun-gen und Ausdrucke enthalten sind, deren sich die guten Autorennicht bedienen. Ebenso wenig sehen die Vater auf den AtticismuS;der h. BasiliuS entschuldigt dieses, indem er bemerkt, er pflegemit MoseS, EliaS und andern Gottseligen zu verkehren, derenSprache »«gefeilt, dagegen, was sie sagten, wahr und rief em-pfunden sei. Und doch gehört er noch unter die besten griechischenSchriftsteller der Epoche, namentlich im Vergleich mit den Schrif-ten der Cönobiten in der libyschen Wüste oder selbst in Syrienund Thrakien. Nun begann der Verfall der schönsten Sprache,welche im Abendlande gesprochen worden und deren Blüthe solange gewährt hatte; sie sank jedoch ohne zu entarten, indem siein die moderne Sprache überging; in den Hymnen und Psalms-dien erhielt sie sich am reinsten.

Unter den ersten byzantinischen Kaisern gebrauchten meh-rcre Profanschriftsteller sie in würdiger Weise; so Ulpian vonAntiochia, ein Zeitgenosse ConstantinS, von dem mehrere Ab-handlungen erhalten, HimerioS v. Prusia, der Julians Gunstgewonnen und über 75 Reden in emphatischem, übergelehrtemStyle verfaßt hatte, mit denen er von einer Stadt zur andernzog und Beifall crndtete. Seinem Vorgänger auf dem Lehrstuhleder Beredtsamkcit zu Athen, Proeresios, sollen nach Eunapiusdie Römer eine Statue mit der barbarischen Inschrift errichtethaben: IdvKinn rorum Iklimn rsAi eloylieiitine.

Prvfauliteratnr. — Griechische Schriftsteller.

Themistios, aus Paphlagonien, der Schönredner genannt,stand in hoher Gunst bei ConstanS, der ihm eine erzene Statueerrichten ließ, sowie bei Julian und seinen Nachfolgern. Ergelangte zu den höchsten Stellen und wurde, obgleich er keinChrist war, mit der Erziehung dcS Arcadius betraut. Gregorv. Nazianz war sein Freund, Libaniuö und AugustinuS nann-ten sich seine Schüler. Die Philosophie, welche er in uneigen-nützigster Weise vortrug, war eine Mischung der Lehren vonPythagoras, Aristoteles und Plato, nach welch letzterem er sicheinen klaren, weichen, zierlichen, gedankcn- und kraftvollen Stylgebildet hatte. In den 33 Panegyriken, welche er für 7 auf ein-ander folgende Herrscher verfaßte, enthielt er sich der niedrigenund gewöhnlichen Schmeicheleien und wußte nützliche Wahrheiteneinstießen zu lassen, den Geschichtschreibern manch schätzbare Nach-