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bürg i. I. 1569) den homerischen an die Seite und CäsarScaligcr sogar über dieselben stellte/ behandelt einen Stoff/wie ihn jene Zeit liebte/ um eine große Gelehrsamkeit und Schön-rednerei zu entwickeln. Er entwickelt auch den ganzen Reichthumder über BacchoS umlaufenden Traditionen/ hat dabei schöneBilder und wahre Gefühle/ ist aber im Styl geschmacklos; jedochmag RonnoS daS Verdienst besitzen/ dem Hexameter mehr Flußund Zierlichkeit verliehen zu haben; ein christliches Gedichl/ wcl-cheS er gleichfalls schrieb/ läßt vermuthen/ daß er sich zur Wahr-heit bekehrte. — Sein LandSmann KyroS setzte sich durch seinedichterische Begabung bei Theodosius und Eudoxia dermaßenin Gunst/ daß er Präfekt v. Constantinopel/ prätorianischer Prä-fekt und sogar Consul wurde/ obgleich er einer Zuneigung zumHeidenthum verdächtig war. Durch seine Beliebtheit beim Volkeerregte er jedoch die Eifersucht des Kaisers/ der ihn seiner Güterberaubte/ und noch schlimmerem Loose entging er nur dadurch/ daßer die Weihen nahm und Bischof v. Kotiea in Phrygien wurde.Der Grammatiker MusäoS gehört wahrscheinlich dieser Periodean; sein kleines Gedicht „Hero und Leander" reiht sich durchseine Einfachheit und den großen Tragikern nachgeahmte kunst-volle Eintheilung den Meisterwerken dcS Alterthums an, die eshinsichtlich der zarten Behandlung der sinnlichen Liebe sogarübertrifft. — Aus späterer Zeit ist wahrscheinlich QuintoSSmyr näoS/ der Kalabrier genannt/ weil der Kardinal Bcssa-rion in einem kalabresischcn Kloster sein Gedicht fand; er wolltein den „Paralipomencn" deS Homer die Alias vom Tode HektorSbis zu Troja'S Untergang fortsetzen und that dieses / wenn auchnicht mit dichterischer Begabung/ so doch als ein genauer Kennerseines Vorbildes und in reicher/ blühender/ oft bewundernswürdigdem Gegenstände angemessener Sprache; darum stellten ihn auchEinige so hoch/ daß sie vermutheten, er habe nur die Fragmenteder verschiedenen cyklischen Dichter zusammengestellt. — „Die Ent-führung der Helena/" dem Kolutuö v. Lykopolis/ welcher auchdie //Kalidoniakcn" in 6 Gesängen verfaßte/ zugeschrieben/ knüpftsich gleichfalls an die homerischen Dichtungen an. Vom EgyptcrTryphiodoroö/ der eine „lipogrammatische Odyssee" mit Aus-lassung eines Buchstabens in jedem Gesänge und fünf in alle«/sowie andere unbedeutende Dichtungen schrieb/ ist ein kleines Ge-dicht über die Zerstörung Troja'S erhalte«/ welches reich angroßen Schönheiten ist. — Sechs orphische Hymnen v. Proklos