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der geistlichen und weltlichen Gewalt/ kreuzen?,stoße»/ modifizirensich und beginnen unter einander jenen Kampf, welcher der Ge-sellschaft eine ungeheure Bewegung gab. Zuvörderst vereinen diePäpste in Jesu Christo Sieger und Besiegte und stellen sich gleich-sam als Prinzip der moralischen Verschmelzung hin/ um sodannunter Karl d. Gr. die Vertreter des politischen Gleichgewichtszu werden; sie sind die Hüter der socialen Gerechtigkeit/ währendsie zugleich die Vereinigung der besiegten Völker wider die Er-oberer vertreten.
Da alle Gemüther Ruchlosigkeit ergreift und die Laien vonder Leitung der öffentlichen Angelegenheiten kleinmüthig zurück-treten/ oder durch den hochmüthigen Sieger davon entfernt wer-den, nehmen an ihrer Statt der Bischof und der Priester dieseBürde auf sich. Im Eifer für ihre neue Aufgabe ergreifen sieAlles, was die Andern verlassen: und diese Machtanmaßung wargewiß eine rechtmäßige, ein einzig auf Ueberzeugung, Dankbarkeitund Gefühl gegründeter moralischer Einfluß, der einzige Dammwider den Strom der materiellen Gewalt, dem sie mit der Ver-kündigung einer den menschlichen Gesetzen überlegenen Regel undSatzung entgegentritt, indem sie die Gewissensfreiheit vor jeder Be-einträchtigung durch Hinterlist wie durch offene Gewalt bewahrte.
Aber auch d« Kirche besitzt nicht die äußere Gewalt, derenes zur Leitung der Welt bedürfte, und es wird daher lange wäh-ren, bis die annoch gährenden Elemente sich abklären, bis sie inihr gehöriges Verhältniß zu dem besondern Prinzip kommen, dasallein sie zur Reife führen soll. Bis dahin erscheinen Monarchie,Theokratie, Demokratie neben einander, eine jede auftretend, alswenn sie allein bestünde und so auch mit noch unberührten Kräf-ten handelnd. Die Monarchie der Barbaren sucht die der Römernachzuahmen und, wenigstens allmälig, das kaiserliche Erbe ansich zu ziehen; die Grundbesitzer suchen eine territoriale Aristo-kratie zu bilden; der Klerus nimmt an dieser Antheil und nähertsich jener, und dabei kannte vielleicht Niemand — und wenn auch,so gestand er es wenigstens sicherlich nicht — das Ziel, auf wel-ches er losging, oder wurde vielmehr von der Gewalt der Zuständefortgerissen. Daher eine Verwirrung, welche man beim erstenAnblick für die Wirkung unbedachter Gewaltthätigkeit haltenkönnte; daher eine Vermischung aller Elemente: munizipale,geistliche, germanische Regierung; römische, kanonische, longobar-dische, fränkische, burgundische Gesetze; neue Gesetzbücher, welche
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