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Reim sehr erleichtert, dessen Gebrauch, selbst in der Prosa, darumsehr häufig ist. Zu MuhamedS Zeiten wurden in Arabien zweiHauptmundarten, der Himyariten *) und der Koreischiten, unter-schieden. Die letztere, deren steh der Prophet bediente, erhieltdas Uebergewicht und blieb Schriftsprache; sie ist daher unterden alten Sprachen, nebst der chinesischen etwa, die einzige nochlebende.
Die Familien vermischten sich jedoch nach ihren Wanderungenaus dem Heimathlande, und jetzt bezeichnet der Name Araber, dievielleicht nahe daran find, in den Weltcrcignissen eine wichtigeRolle zu spielen, drei verschiedene Volkögeschlechter: die östlichenund die westlichen Araber, und die Beduinen; die Ersteren, vomrothen Meere, d. h. auö dem eigentlichen Arabien gekommen,pflanzen sich unter den FellahS und Handarbeitern EgyprenS undder fruchtbaren Länder Afrikas fort, sind gemeiniglich etwas übermittlerer Größe, kräftig und wohlgestaltet, länglichen Gesichts,brauner und elastischer Haut; die Weiber sind nicht unschön, na-mentlich wohlgebaut, mit regelmäßig geformten Händen und Füßen,imposant in Gang und Haltung. Der zweite Volksstamm, näm-lich die afrikanischen Araber, deren Heimach Afrika ist, unter-scheidet sich äußerlich in nichts, in Sitten nur wenig von denerstgenannten; ihre Hauptbeschäftigung besteht in der Pflege vonSchaf-, Pferde- und Kamcelheerden; die Männer rasiren dasHaupthaar und lassen den Bart wachsen; die Weiber färbenhäufig ihr langes Haar und die Augenbraunen mit mehr oderminder dunkeln Farben, Füße und Hände dagegen bis zu denFingerspitzen mit einer goldgelben Farbe; Männer und Frauentragen einen Turban, dessen Stoff nach Stand und Reichthumverschieden ist. Von uralter Zeit her ergab sich nur der geringsteTheil der Araber dem Ackerbau und befaß feste Wohnsitze; dasübrige Land ist gemeinschaftliches Eigenthum wie Luft und Wasser.
Beduinen.
Die Nomaden — das dritte Geschlecht — führen, frei wie dieGazelle in der Wüste, ein Wanderleben und heißen Sceniren oder
*) Dieser Name ist in den orientalischen Idiomen in Orueritiken, Immirenierund Omirier umgewandelt.
Ca »tu, Weltgeschichte. V.
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