Band 
Fünfter Band.
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und Handlungen an den Tag legte/ wurde er der Aufrichtige(al Amin) genannt. AlS ein Weib durch das Verbrennen vonSpezcreien die Kaaba in Brand steckte/ beschlossen die Koreischi-teil/ ste nach dem alten Plane wieder aufzubauen/ jedoch wegender stets wachsenden Zahl der Pilger zu vergrößern; wie nun dieMauern sich so hoch vom Boden erhoben hatten/ daß der schwarzeStein eingesetzt werden mußte/ erhob sich ein Streit zwischenden Stämmen über das Recht- dieses Heiligthum an seine Stellezu bringen. Bereits war der Streit von Worten zu Thätlichkeitengediehen / als die Nettesten vorschlugen / sich dem Entscheid des-jenigen zu füge»/ der zuerst an der Schwelle des heiligen Hauseserscheinen würde. Zufall oder Schlauheit führte Muhammedherbei und sein Rath war/ den Stein auf einen Teppich zu legen,den je ein Mitglied eines jeden Stammes halten möge, und indieser Weise solle der Stein aus den ihm bestimmten Platz inManneShöhe gehoben werden. Sein Rath ward befolgt, er aberergriff den Stein, nachdem er erhoben war und setzte ihn an seineStelle. Dieser sein kluger Entscheid vermehrte noch wesentlichdas Ansehen, welches ihm bereits seine geistigen und körperlichenVorzüge, sein langer Bart, sein lebhaftes durchdringendes Auge,seine ausdrucksvollen Züge, seine glühende Beredsamkeit verschaffthatten. Mit einem umfassenden und sichern Gedächtniß, einerreichen Einbildungskraft, einem klaren Verstände begabt, redeteer zugleich die reinste Mundart und hatte in der ersten Familieseiner Nation gelernt, sich derselben mit Zierlichkeit und Anmuthzu bedienen, mit Würde und zugleich mit Feinheit sich zu beneh-men, obgleich er anderseits keine Bildung erhalten hatte, ja —wie behauptet wird, aber nicht wahrscheinlich ist — nicht lesenund schreiben konnte. Es fehlte ihm daher nichts, als der Reich-thum; aber eine wohlhabende Wittwe, Namens Kadidjah, dieeines geschickten und redlichen Mannes zur Führung ihrer Han-delsgeschäfte bedurfte, wählte ihn zu dieser Stelle und reichte ihmbald darauf ihre Hand, obgleich sie 40 und er nur 25 Jahre altwar. Abu-Taleb entrichtete die Aussteuer von 12 Unzen Goldund 20 Karneolen, und Muhammed war nun einer der erstenEinwohner von Mekka. Sein Geist hatte sich jedoch einen höher»Flug vorgezeichnet. Stolz auf seine Abstammung von dem patriar-chalischen Stifter seiner Nation, hatte er schon in früher Jugendeine besondere Neigung zu religiösen Betrachtungen und dogma-tischen Erörterungen gezeigt. In jedem Monate Ramahdan zogCantu, Weltgeschichte. V. 41