Band 
Fünfter Band.
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Volke trat vor und sagte: Du schuldest mir seit Langem dreiDrachmen*), Und der Prophet ließ sie ihm mit Zinsen zurück-geben/ indem er bemerkte: Besser in dieser als in jener WeltSchande erdulden. — Als die Kräfte ihn verließen/ ließ erAbu-Bekr für sich in der Moschee beten. Seinen getreuen Anzarenschärfte er letztlich drei Dinge ein: Alle Götzendiener aus Arabienzu vertreiben/ alle Neubckehrten zu vollen gleichen Rechten zuzu-lassen und keinen Unterschied zwischen alten und neuen Moslemcnzu mache»/ dem Gebete obzuliegen. Nach 15 Tagen voll Qualenerschien Gabriel mit der frohen Botschaft/ daß einer der beidenApostaten todt sei/ worauf der Prophet dem Todesengel zuließ/ihn zu berühren. Er verschied auf den Knieen Mesa'S/ indemer ausrief: Herr/ nimm mich auf in deine Barmherzigkeit/ ge-währe mir eine Stelle unter denjenigen/ die du in deine Gnadeund deine Gunst erhoben. Er hatte sein Leben auf 03 Jahre**)gebracht/ 23 Jahre lang als Neligionsftifter gewirkt und 10 Jahrelang geherrscht.

Er war von mittlerer Größe/ hatte einen großen Kopf/ einebraune / stark gefärbte Haut/ scharfe Züge/ große und lebhafteAuge«/ eine breite hervortretende Stirne'/ eine Adlernase/ tiefschwarze Haare/ dichten Bart und einen zugleich erhabenen undmilden GestchtsauSdruck; gerieth er jedoch in Zorn / so schwollzwischen seinen Braunen eine Ader in Schrecken erregender Weisean. Gegen seine Untergebenen huldvoll/ seine Freunde liebreich/nahm er/ selbst nachdem er ungeheure Schätze gewonnen/ zurNahrung nur genau zugemessenes Gerstenbrod mit einigen Dattelnund Wasser/ so daß zuweilen zwei Monate vergingen/ ohne daßer ein Feuer anzündete; er selbst melkte die Ziegen/ und besorgtedie gewöhnlichsten häuslichen Arbeiten/ wie er überhaupt stetshöchst einfach in seinen Gewohnheiten blieb und sich niemals mitfürstlichem Luxus umgab.

Er gab/ wie bemerkt worden/ vor/ des Lesens und Schreibensunkundig zu sei»/ wohl um ein größeres Vertrauen in die Offen-barungen einzuflößen/ die / wie er behauptete/ ihm schriftlich ge-macht wurden; durch diese Behauptung wollte er der Schrift ein

*) Der Drachme der ersten muhammedanischen Zeiten ist größer und dünner,als der griechische, jedoch fast von gleichem Gewicht; so ist e§ auch mitder Goldmünze.

**) D- i. Mondjahre, entsprechend 6 t Sonnenjahren.

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