Band 
Fünfter Band.
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daraus auf Fahnen und Häuser/ nimmt eS mit sich in den Krieg/befragt eS in seinen Zweifeln/ schrickt vor dem Gedanken zurück/eö in die Hände von Ungläubigen fallen zu lassen.

Lilerarischer Werth.

Ueberdem schätzen eS die Araber alS literarisches Meisterwerk.Man sagt / ein Mensch habe Muhammed dieses Buch dictirt;der Bezeichnete spricht jedoch eine fremde Sprache/ während dasArabische des Korans rein und zierlich ist (S. VI)." Wirklichist auch derselbe im reinsten und gebildetsten Dialekte/ dem vonMekka/ geschrieben/ welcher die in den Schulen gelehrte Literatur-sprache wurde. Muhammed stellte die schöne Schreibart desKorans als einen Beweis für seine göttliche Abfassung auf undbehauptete / kein Sterblicher/ ja kein Engel vermöge AchnlicheSzu leisten. Es lebte zu seiner Zeit ein sehr berühmter Dichter/Namens Abu-Okail-Lebid/ welcher an der Pforte der Kaabaeine Dichtung aufhing / beginnend mit den Worten: Alles Lob/welches nicht an Gott gerichtet/ ist eitel; alles Gute/ welchesnicht von Gott kommt/ ist nur ein Schatten des Guten. DieSchönheit der Dichtung war so groß / daß Niemand eS wagte/ihr die Palme streitig zu machen. Da erschien aber die Sure AlBakrah (von der Unfehlbarkeit des Korans und der Prädestina-tion handelnd) und Lebid wurde dermaßen von Bewunderungergriffen/ daß er sich für besiegt bekannte/ erklärte/ ohne göttlichenEinfluß zu solcher Vollendung zu gelangen/ sei unmöglich/ undzum Islam übertrat *).

Einige lachende oder ernste/ aber malerische Schilderungen/bald anmuthige/ bald prächtige Bilder/ erhabene Beschreibungender göttlichen Allmacht/ sind Eigenschaften/ die auch der Auslän-der im Koran wahrnehmen kann/ doch aber werden ihm/ wenner die Ursprache nicht versteht/ einige wahrhaft herrliche Stel-len **) keinen Ersatz gewähren für die Längen / die gedehnten

") Zu seiner Todesstunde schuf dieser Dichter folgenden von den Moslemenfür das Erhabenste in der Poeste erklärten Vers: VaKsnäto )etlick »Imout leälüilli (man sagt, Alles, was neu sei, verursache Vergnügen;und doch fühle ich keines, obgleich der Tod mir etwas Neues ist).

Die folgende Stelle der XI. S. gilt für das Erhabenste. Muhammedläßt hier Gott nach der Sündfluth sprechen: „Erde, trinke deine Wässer,Himmel, ziehe die Fluthen zurück, welche du ausgegasten. Das Wassertrat zurück, der Befehl Gottes ward vollzogen, die Arche hielt an aufdem Berge und es ertönte» die Schreckensworte: Wehe den Bösen!"