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Bereits im 37. Jahre der Hegirah (657) trennten sich dieKaregiten/ sodann andere Sekten, welche Irrlehren über dieFmanc und die Vorherbesiimmung verbreiteten, so die Motaza-liten, Sefatianer und Schyiten. Die Motazaliten leugnendie Attribute GotteS, bis auf die Ewigkeit, welche sein Wesenausmache, und durchweiche, nicht durch die Intelligenz, er wisse.Sie verwarfen die Prädestination, da Gott nicht der Urheber desBösen sein könne; der Mensch besitze volle Willensfreiheit; gehtein Moslem beladen mit einer schweren Schuld aus dem Leben,so verfällt er ewiger Verdammniß. Sie spalten sich in 20 Sekten,welche alle die Wahrheit zu besitzen behaupten und deren bedeu.tendste die der Rudri, d. h. Proteftirenden wider die absoluteBestimmung Gottes (al-Kadr) ist. Die Sefatianer oderAttributiften bekennen das gerade entgegengesetzte Dogma, nämlichdaß die Attribute Gottes ewig sind, und zwar sowohl die wesent-lichen als die nur zufälligen; ausserdem nahmen sie noch erklä-rende Artribute an, nämlich solche, auf die man sich Behufs derhistorischen Darlegung berufen muß, wie Augen haben, Redenund dergl. Die verschiedene Jnterpretirung derselben hat jedochzu verschiedenen Sekten geführt; die berühmteste derselben ist dieder Asarier. Al°Asari bestritt dem Motazaliten Al-Djob-
unsere Zeitgenossen, die Wahabiten, Strome von Blut vergossen. Uebri-gens ist dieser Irrthum von Gibbon nur adoptirt, denn man liest ineinem seiner Lieblingsautoren: 0> e!« ooolesiae maliumeäunav lonxe ro-mnnum nnteeollit, nam u gua tempore ista supeistitio ineoepit, null»in eorui» ooelosia soliismata «ita sunt. 8pinoaa, opor. postum,p. 613. — Durch Aufstellung der Einheit Gottes mit der Mehrheit derPersonen lehrte das Christenthum die Weise, wie der Schöpfer mit denGeschöpfen verkehrt; durch die Dogmen über die Gnade hob es denWiderspruch zwischen der'Freiheit und der Vorherbestimmnng, undbrachte die Menschen Gott näher, ohne beide pantheistisch mit einander zuvermengen. Diese beiden Dogmen sind vom Islam ausgeschlossen, suchenaber in denselben einzudringen, wodurch eben die verschiedenen Häresienin seinem Schooße entstehen. Auch gehen dieselben meistens von Persienund den hier noch vorhandenen Ueberresten der Religion Zoroastersaus. Persien hält Gott für incarnirt und erblickt seine Vermenschlichungin den Jmanen. Alydcn und Schyiten, Karamaten, Jsmaeliten, Mota-zaliten beschuldigen die Muhammedaner des Polytheismus, weil sie, nebenGott, sein ewiges Wort, seine Weisheit, seinen Willen anerkennen, wäh-rend sie den Nnirarianismus bewahren, indem sie mir an die Inkarna-tionen des Einen Gottes glauben.