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warf. Sie behauptete«/ man könne Jman werden/ ohne demStamme der Korcischiten anzugehören/ eS könne sogar ein Un-freier zu dieser Würde gelangen / vorausgesetzt / daß er gerechtund fromm/ und der Jman könne abgesetzt werde«/ wenn er vomrechten Wege abweiche.
Schiiten.
Die Schiiten oder Schismatiker dagegen betrachtetenals einzig rechtmäßige Khalife oder Jmane Ali und seine Nach-folger; diese Würde hängt nach ihnen nicht von dem Willen desVolkes ab; Einige unter ihnen gingen in ihrer Verehrung Ali'sso weit/ ihn über Muhammed zu stellen. Diese Sekte ge-langte zu großer Wichtigkeit/ als die türkische Familie der Oth-man und die persische der Safi (oder Soft) ihre Rechte aufdieselbe gründeten. Seitdem hat die Sekte der Schiiten dasLeben in PersteN/ trotz aller Schönheit deS Landes, unerträglichgemacht. Wer nicht zu ihr gehört/ ist unrein/ Jude/ Christ oderSunnite — den Sunniten warfen sie vor/ nicht blos viele AuS-sprüche deö Propheten/ sondern auch ein ganzes auf Ali bezüg-liches Kapitel des Korans unterdrückt zu haben — namentlichaber sind die Türken daS Ziel ihres Hasses / weil diese die Ortebesitzen, wohin sie Wallfahrten anstellen; Kufa, das Grab Ali's,Kerbel, daü Grab Husseins, Bagdad, wo daS Grab MusaSund der beständige Wohnsitz der Jmane; überhaupt sind sie äußersteifrige Wallfahrer nach 10 bis 12 Orten, ohne Mekka zu erwäh-nen. Sie lehren, eS sei verdienstlicher, einen Sunniten zu töd-ten, als 36 Christen; ihre Frauen behüten sie Doch strenger alsdie Türken, und während ihrer Pilgerfahrten befinden sie sich inhölzernen Käfigen, die sie niemals verlassen dürfen und die vonPferden getragen werden. Um keinen Preis würden sie das Hauseines Türken betreten und eine Speise berühren, von der einTürke genommen hat. Da sie darauf halten, um die Gräber derHeiligen, die jetzt im Besitze der Türken, begraben zu werden,sammeln sie ihre Leichname in den Städten, und lassen sie vonverpestenden Karawanen durch Persien und Mesopotamien aufMaulthieren nach Kufa bringen, waS ihnen ungeheure Kostenverursacht und dem religiösen Fanatismus immer neue Nahrungzuführt. Fast alle ihre Gelehrten haben die Behauptung aufge-stellt, in den religiösen und moralischen Wahrheiten sei ein Sinnverborgen, der, nur Wenigen erschlossen, mit den religiösen Pflich-ten nichts gemein habe.