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dem Pentateuch. ES bleibt daher nichtsZalS einiges poetischeVerdienst.
JSmael wußte somit ebenso wenig als JSrael zum wahrenHeile zu gelangen. Kann indeß nicht geleugnet werde»/ daß derKoran einige gut ausgedrückte moralische Wahrheiten und Sen-lenzen enthält/ so darf man doch nicht lediglich auf den Textdieser Lehren ein Urtheil begründen/ sondern Hiebei auch die dar-aus entwickelte Praxis berücksichtigen. Da ergibt sich nun dieThatsache/ daß/ indem er eine vernunftgemäßere Religion undeine minder blutige Moral lehrte/ oder wenigstens neu in's Lebenrief *), der Koran den Arabern die Bahn der Macht und derWissenschaft erschloß. Vor Muhammed war es der Verwand-ten Pflicht , die Tödtung eines der ihrigen zu rächen; führtenzwei Stämme mit einander Krieg/ so erschlug der siegreiche einenfreien Gefangenen für jeden Sklaven und jede Frauensperson/die er verloren hatte/ und 10 für jeden freien Mann. Muham-med beschränkte diese blutige Wiedervergelmng wenigstens aufdaS Verhältniß zwischen Freien gegen Freien / Sklaven gegenSklave»/ Weib gegen Weib/ mahnte dringend zur Annahme einesVertragspreises für vergossenes Blut und erklärte: //Wer einemMörder vergibt/ wird Barmherzigkeit bei Gott finden.... Die-jenigen/ welche Beleidigungen verzeihen/ sind Gott wohlgefällig.Bemerket in Ledern nicht seine bösem sondern seine guten Eigen-schaften. Verzeihet den,/ der euch beschimpft/ fliehet die Unwis-senden/ die HochmüthigeN/ die Streitsüchtigen/ Böses durch Bösesvergelten scheint politisch oder klug; aber die Frommen empfan-gen Böses und vergelten es durch Gutes. Der Fromme bezahltVersagung mit Geschenken/ Vcrläumdung mit Lobsprüchen; er istden Bäumen zu vergleichen/ die Schatten und Früchte denenspenden/ die mit Steinen nach ihnen werfen."
Aber welch wirklicher Werth ist jenen Rathschlägen beizu-messe»/ die sich vereinzelt hie und da vorfinden/ während die Lehrein ihrem Gesammt die Leidenschaften erregt oder deren Wirkun-gen nährt? Mochten sie auch auf Muhammeds Volk momen-tan einwirken, so verfielen diese doch bald wieder in ihre altenSitten und Lebensweise. Der Araber von heute lebt frei, un-
Die Einheit Gottes wird verkündet in dem Gedichte An rar's, eines Vor-gängers von Muhammed.