Band 
Fünfter Band.
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finde fich nicht mehr ein Feldherr gleich Hedschadsch, einVolködichter gleich Baalbeki, ein Schönschreiber gleich Ebn.Hamid. Dieser letztere hatte die arabischen Schriftzeichen ver-bessert/ war jedoch verdunkelt worden durch den Erfinder dercufischen Schrift/ Ebn-Mokla, dem Al-Moktader die Handabhauen ließ/ nachdem er drei Abschriften des Korans angefertigt/die als Typen der Vollendung galten/ bis auch sie von Ebn-Bauwab (f 1022) übertroffcn wurden.

Den großmüthigsten Beschützer fand die Wissenschaft der Ara-ber in Harun/ der alle anSgezeichnecen Männer aus den unter-worfenen Ländern an seinen Hof zog. Die von ihm gestiftete Aka-demie zu Bagdad erlangte vornehmlich Ruhm in der medizini-schen Wissenschaft. Jsaak-ben-Onain übersetzte die „SyntaxiS"des PtolemäoS in'S Arabische / die hiedurch unter dem NamenAlmagcst (- eines der bekanntesten Bücher im Mittel-

alter wurde. Um die unabsehbar sich fortspinnenden Untersuchun-gen über die Lehre dcs JSlam abzuschneiden/verordnete Harun/der Koran allein sei als Glaubensregel anzuerkennen und nur aufeine kleine Anzahl bestimmter Interpreten Rücksicht zu nehmen.Alle andern ErklärungS- und Comroversschriften, die Last von 200Kameelen/ ließ er in den Tigris werfen. ES blieben trotzdem nichtnur viele dieser Schriften übrig/ sondern eS entstanden auch derenwieder in reichlicher Menge , zum Beweis / daß durch DekreteMeinungSstreitigkeiten nicht beendet werden können.

Hadhi oder Harun setzte einen damals berühmten Ulema/Jacob Abu-Jussef, zum Obcrrichtcr des Reiches ein; wirkönnen jedoch an einem Beispiele zeige«/ wie dieser Richter dasRecht zu beugen wußte zu Gefallen des Herrschers. Harun/ ent-brannt für eine schöne Sklavin seines Bruders, bot ihm 30/000Goldstücke für dieselbe/ jener aber konnte sie ihm nicht abtrete»/weil er ihr zugeschworen hatte / sie weder zu verkaufen noch zuverschenken. Der zu Rath gezogene Ulema schlug nun / um denMeineid zu umgehen / eine halbe Schenkung und einen halbenVerkauf vor. Der Rath wurde befolgt und dem klugen Ulemamit'der übrig gebliebenen Hälfte der gebotenen Summe gelohnt.Da aber der Koran den Umgang mit der Geliebten des Bruders/wenn sie nicht vorher einem Dritten angehört hat/ verbietet/ riechJacob zu einer Scheinvermählung der Sklavin mit einem Skla.ven. Solches geschah/ dem Sklaven jedoch gefiel seine Gattin sowohl/ daß er sich weigerte, selbst gegen das Anerbieten von 10,000