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ihrem Willen fügten. Diese Unduldsamkeit ist denn auch eine derwesentlichsten Ursachen/ weshalb die scheinbare Blüthe der arabi-schen Herrschaft in Spanien nicht besteht, wozu denn noch kommt,daß neben derselben die christlichen Staaten an Macht zunehmenund beständig darauf bedacht sind., aus jedem Unfall oder jederUnvorsichtigkeit der Feinde Vortheil zu ziehen. Im Innern herrschtZwietracht zwischen den verschiedenen Stämmen, statt daß sie sichzu Einer Nation verschmolzen hätten, und dieses, in Verbindungzumal mit den religiösen Zwistigkeicen, gab fortwährend dem Ehr-geiz der stetS nach Unabhängigkeit lüsternen Wali neue Nahrung.
In der Folge werden wir die von den Emirn in Anwendunggebrachte Regierungsweise kennen lernen, und wie sie Künste undWissenschaften begünstigten, so daß einige Geschichtschreiber ihreHerrschaft in Spanien rühmen, als wenn die Wohlfahrt einesLandes ohne Unabhängigkeit denkbar wäre.
Siebentes Kapitel.
Griechisches Reich. Wie Heracli-en. Wie Isaurier.
Sollte man nicht glauben, die unaufhörliche Bedrohung durcheine so furchtbare Nation, wie die Araber waren, hätte den innernZerwürfnissen. im griechischen Reiche ein Ende machen müssen?Aber der Fall des Westreichs hatte es so wenig belehrt, daß eS,statt seine Institutionen zeitgemäß zu gestalten und wenn auchnur einen Schein von bürgerlicher Freiheit zu gewähren, infremden Söldnern seine einzige Stütze suchte, durch despotischenDruck Empörungen und in deren Gefolge die Anarchie hervor-rief, den Spitzfindigkeiten einer geschwätzigen Theologie mit Leiden-schaft fröhnte, zwischen feigen Missethaten und feigen Gewissens-bissen schwankte, auf die Ketzerei die Strafe des Hochverrathöanwandte und die Zahl der Märtyrer für unlösliche Räthsel in'SUnendliche vermehrte, endlich seine innere Sicherheit und seineschönsten Provinzen der Laune eines neuen Schisma opferte *).
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