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Apokrisiarios am griechischen Hofe gewesen/ und die gleichfallsnach Constantinopel geschleppt worden/ um den römischen Kleruseinzuschüchtern/ wurden, nachdem man ihnen die Zunge auSge-riffen und die rechte Hand abgehauen, in'S Land der Lazier alsVerbannte geschickt. Und kaum besser behandelte der Tyrann sei-nen eigenen Bruder, weil ihn daö Volk wegen seiner Güte undFrömmigkeit liebte. Er ließ ihn zum Diacon weihen und reichteihm mit eigener Hand den geweihten Becher; bald darauf ließ erihn meucheln. Aber nun ließ ihm daö Bild des gemordeten Bru-ders keine Ruhe mehr; des Nachts glaubte er ihn vor seinemLager zu erblicken mit dem Kelche in der Hand, den er mit Blutgefüllt zum Trinken ihm darreichte! Um diesen Gesichten unddem Haß des Volkes zu entfliehen, verließ er endlich seine Haupt'ftadt, indem er daö Gerücht verbreiten ließ, er wolle Italienwieder erobern. Aber im Moment der Einschiffung (662) rottetesich daö Volk zusammen, welches mit der Entfernung des HofeSden Glanz und die Vortheile einer Residenz und die gewohntenGetreidcvertheilungen zu verlieren fürchtete, und hielt die Kaiserinund ihre Kinder zurück, dem Kaiser aber gelang es, mit seinenGarden zu entkommen. Nachdem er den Minier zu Athen zuge-bracht, schiffte er sich den folgenden Frühling (663) nach Italienein und war der erste byzantinische Kaiser, der dessen Boden miteinem Heere betrat. Anfangs glücklich kriegend mit den lombar-dischen Herzogen im Süden, kehrte sich daö Blatt, als dieseHülfe aus Obcritalicn erhalten hatten, und er mußte den Ge-danken an eine Wiedereroberung Italiens aufgeben; statt dessenaber wirft er sich alS Feind über Rom, obgleich dieses seineAutorität anerkennt und raubt im tiefen Frieden die Kunstwerke,welche die Barbaren in den Kriegsstürmen verschont hatten, wirddaher in der alten Hauptstadt der Welt zum Abscheu, wie er esin der neuen gewesen, und wendet sich nach Sicilien. Von hierauS unternimmt er einen Zug nach Afrika und bedroht Karthago,so daß der dortige Statthalter Avages, der die Byzantiner nochmehr fürchtet als die Araber, sich empört und mit einem Theiledes Heeres zu den Moslim übergeht. SyrakuS, zum Rang einerHauptstadt erhoben, bewahrte ihn 6 Jahre lang, nicht aber umden Glanz seiner frühern Zeit wieder aufleben zu sehen, sondernum unter den Launen des Despoten zu leiden, bis Andreas,der Sohn des PatriziuS Troiluö, die Stadt und das Reichvon einem rohen, lasterhaften, Sitte und Recht verachtenden,