Band 
Fünfter Band.
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schon wegen seines häßlichen Aeußcrn gehaßten Herrscher befreit,indem er den Badenden mit einem metallenen Gefäß erschlägt,nachdem derselbe in einer 27jährigen Regierung daö Elend seinerLage um vieles vermehrt hatte.

Constantin IV. Pogonatos 668.

Die Syrakuser wollten das Volk in den andern Haupt-städten nachahmen, indem sie auf eigene Faust einen Kaiser inder Person des nur durch seine Schönheit ausgezeichneten Ar-meniers Mazizis aufstellten. Aber der bereits seit 14 Jahrenzum Augustus erklärte, wie bemerkt, mit seiner Mutter in Con-ftantinopel zurückgebliebene älteste Sohn des verstorbenen Kaisers,Constantin, hatte in Byzanz sofort die Zügel der Gewalt er-griffen und schiffte nach SyrakuS, um den Gegenkaiser zu besie-gen, was ihm mit leichter Mühe gelang, worauf er nach dessenEnthauptung und sehr strenger Bestrafung der Meuterei nach demBoSporus zurückkehrte, alö PogonatuS (der Bärtige) begrüßt,weil während dieses Zuges sein Kinn sich mit dem ersten Flaumbekleidet hatte. Aber wie weit die Manie des TheologisirenS ge-diehen war, beweist, daß nun einigen Träumern einfiel, weil dieheilige Dreieinigkeit aus drei Personen bestehe, müsse es auch dreiKaiser geben, worauf alsbald die Menge lärmt, Constantinmüsse sich seine beiden Brüder Tiberius und Heraclius zu-gesellen. Der Kaiser ladet die Führer des Volks, welches einLager außer der Stadt bezogen hatte, zu sich, angeblich um einenVertrag zu schließen; aber kaum sind sie herein, so werden sieergriffen und gehenkt, seinen Brüdern aber läßt Constantindie Nasen abschneiden, damit sie nimmer als Kronprätendentenkönnen aufgestellt werden, und erstickt diese eigenthümliche poli-tische Häresie im Blute. Inzwischen erscheinen die Sarazenen,welche in Afrika schrecklich gehaust, Syrakus ausgemordet undausgeplündert hatten, abermals vor Constantinopel, werden abervon dem tapfern Constantin mit Hülfe des griechischen Feuerszurückgetrieben; daß die Araber auch in Syrien von den Mar-daiten, die sich durch viele vor den Moslim fliehende Christenverstärkt hatten, ernstlich beunruhigt wurden, Moawijah sichsogar zum Abschluß eines dreißigjährigen Friedens und zur Be-zahlung eines Tributs an den Kaiser verstand, ist schon berichtet;merken wir noch an, daß die orientalischen Schriftsteller diesenVertrag entweder mit Stillschweigen übergehen oder als eine