Band 
Fünfter Band.
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zurotten/ alle Bruder Leo'S/ die Weihen zu nehmen/ und schonam nächsten Weihnachtsfeste mußten sie dem Volke die h. Eucha-ristie reichen. Der Statthalter Elpidius in Sicilien/ welchersteh empörte/ wurde zwar vom PatriziuS TheophiloS besiegt(Apr. 781)/ konnte jedoch nach Afrika entkommen und wurdedort von den Fatimiden in so gefährlicher Weise alS Kaiser an-erkannt/ daß Irene eS für gerathen hielt/ mit ihm ein gütlichesAbkommen zu treffen und ihm ein Jahrgeld zu bezahlen. Auchmit den Arabern/ die sich in Griechenland und dem PeloponnesoSfestgesetzt hatten / beschritt sie den Weg der Unterhandlung undüberließ ihnen diese Erwerbungen gegen einen Tribut. ES wardies die Zeit/ in welcher Karl d. Gr. im Abendlande so glän-zende Erfolge errang. Irene ließ Gesandte seiner Krönung inRom beiwohnen und es war sogar die Rede davon/ die siebcn-bis achtjährige Rotrude/ die Tochter Himeltrudcnö/ mitdem einjährigen Porphyrogeneta zu vermählen: der EunuchElisäus ward an den fränkischen Hof geschickt/ um die Brautdes jungen Kaisers in griechischer Sprache und Sitte zu unter-richten; jedoch kam diese Verbindung nicht zu Stande/ dennIrene ließ ihren Sohn mit der Armenierin Maria sich ver-mähle»/ wohl darob erzürnt/ daß Karl den Langobarden dasHerzogthum Benevent abgenommen/ trotzdem sie eS unter ihrenSchutz genommen.

Constantin aber ward bald der ihm aufgedrungenen Gattinund der Bevormundung derjenigen/ die sie ihm gegeben/ müde/während die Höflinge / unzufrieden über das selbftständige Regi-ment der Kaiserin/ dem jungen Kaiser einbliesen/ eS sei nun fürihn Zeit/ auch der That nach als Herrscher aufzutreten. DemJüngling gcsiel dies natürlich und eö ward beschlossen / zunächstden SaturakiuS/ Vertrauten und Geheimschreiber der Kaiserin/zu verhaften. Dieser ward jedoch rechtzeitig gewarnt/ die Kaiserinverurthcilte die Theilnehmcr des Komplotts zur Absetzung undzur Verbannung/ den Sohn zur Haft im Palaste/ und Senatund Heer mußten sie als einzige Herrin anerkennen. Es verwei-gern dies aber einige Truppenkörper in Armenien und ihrem Bei-spiel folgt das ganze Heer/ welches/ von Bilderstürmern geleitet/stürmisch den Constantin zum Kaiser verlangt. Irene mußnachgeben/ der Kaiser aber (700) zog an der Spitze des Heeresin der Hauptstadt ein/ SaturakiuS wird mit Ruthen gestrichenund zum Mönch geschoren nach PontoS verbannt. AehnlicheS traf