Band 
Fünfter Band.
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tm beim Tode deö Honorius (640) den päpstlichen Palast aus-plündern/ und da ihnen dieser Versuch vereitelt wurde- veran-laßten sie den Kaiser- den hier niedergelegten Kirchenschatz in

in'ö Wesen jener ^Regierung über, die immer noch stark sein, immer nochkaiserlich glänzen wollte, da längst alle andere Kraft als die der wieFlimmer täuschenden Redensarten entschwunden war. Eher möchte mandarüber staunen, daß abendländisch« Kirchenschrifisteller, und nicht blosCompendienschreiber, sondern eigentliche Forscher die erwähnten Akten fürächt hinnahmen und wer weiß was darauf bauten. Weit ließ sich Pagin 681 lril w. aus und noch weiter Natalis Alexander 1°. II., die Aech t-heit wider Card. BaroninS, welcher einmal doch einen zn schwachenhistorischen Glauben äußerte, zu erhärten, und was die Hauptsache, desPapstes H ouor ins Verdammung durch das hochheil. ökumenische Concil,über allen Zweifel zu erheben. Das Räthsel ist nicht schwer zu losenund die gelehrte Beweisführung nicht schwer zu entkräften. Damals wardie Zeit, da die hitzigen Vertheidiger der s. g. gallikanischen Freiheiten,zum Theil im Auftrag des Hofes, einem von ihnen ökumenisch gehaltenenConcil das Recht vindizirten, auch den Papst zu richten und sein« Ent-scheidungen zu reformiren. Wären nun nicht besagte Akten mir der wie-derholten Verdammung eines Papstes zu dem vorgesteckten Ziele so gutzu gebrauchen, oder wären in den tausendjährigen Annalen des römischenPontificats irgendwo andere taugliche Beweismittel aufzufinden gewesen,daß im Concil über den Papst, und daß dieser lind jener Papst als Ketzergerichtet worden sei: sicherlich hätte kein Gallikaner die undankbare Müheaufgewendet, für die Aechtheit jenes griechischen Aktenwustes zu fechten.Und mit welchen Waffen hat die Gelehrsamkeit gefochten? Mit Staub,tauglich die Augen zu blenden. Natalis Aler. windet sich komisch, umjetzt den Papst Honorius als einen mit Recht verfluchten Ketzer znzeichnen und ihn dann doch wieder von der Ketzerei freizusprechen: nl>-sviutv äurtit voluntatss Olti'isti HON noxavit, seä voluntutos puxnan-tes. Was hat also das Anschein für einen Grund? oder lehrte vielleichtNatalis voluntates puxnanter, in vtiristo? Dann wäre er der Ketzer.Wo steckt denn der Irrthum des Honorius, wenn er, wie der Galli-kaner selbst zugibt, nicht läugnete, daß zwei Willen, sondern nur, daß einWiderstreit der Willen in Christus zu lehren sei? — Nicht besser B of-fne t in seiner verunglückten vekeiisi» äoelar. tüori Kallio. 1'. kl. Manmöchte fast denken, die gelehrten Herren haben Scheu gefühlt, die be-sprochenen Akieu etwas genauer anzusehen. — Pagi durchging sie, undfreilich wenn malt mit ihm in aller Unschuld annimmt, nur der reinsteReligionseifer habe den Kaiser Konstantin IV und seinen Hos gelei-tet, und auch der abgesetzte Patriarch Theodor und sein Anhang eigent-lich keine widrige Gesinnung gegen Rom genährt; es habe sich beimConcil blos um Berichtigung der monochelettschen Irrthümer gehandelt