Band 
Fünfter Band.
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Interesse/ zu erhalten/ was diese zu vernichten strebten/ nämlichdie italienische Nationalität. UebrigenS war Grimoald einkräftiger und tapferer Regent / der im Innern Ordnung zu er-halten wußte und die von Chlotar 1U oder vielmehr Ebroinzur Wiedereinsetzung des Pertharis geschickten Franken zurück-schlug. In seine Regierung fiel der bereits erzählte Versuch desKaisers Constans/ die Fremden aus Italien zu vertreiben unddas römische Reich wieder herzustellen. Als dieser von Benevent/welches Grimoald/ alö er König geworden/ seinem jungen SohnRomua ld abgetreten und das dieser so lange tapfer vertheidigte/bis der König zum Entsatz herbeikommen konnte/ zurückgetriebenund bei Formia geschlagen worden / fiel er über Rom her/ umdasselbe seiner Künftschätze zu berauben. Die ihm vom Papst V i-kalt an angebotenen Geschenke genügten ihm nicht und er beraubtedas Pantheon seiner erzenen Umkleidung und seines Daches; diemit dem Raube beladenen Schiffe wurden jedoch auf der Fahrtvon Sicilien nach Byzanz von den Moslim angefallen/ welchemanche dieser Kunstgegenstände nach Alexandricn brachte«/ vonwo sie vielleicht einst nach Rom gewandert waren. Nach der Er-mordung des Kaisers unternahm Romuald/ um sich für denAngriff der Griechen zu rächen / mit einer Bulgarenhorde einenglücklichen Zug wider die Städte Bari/ Tarent/ Brindisi und dieLandschaft Otranto; aber diese Eroberungen vermochte er nichtzu erhalten und den bulgarischen Hülfsgenossen mußte er die Nie-derlassung in Unteritalien gestatten/ während er die von ihm gegenden Herzog von Friaul herbeigezogenen Avaren/ die sich in Ober-italien festsetzen wollte«/ zurücktrieb.

Pertharis. 671.

Sein Sohn Garibald konnte die unruhigen Herzoge nichtabhalten/ Pertharis auö dem. Exil zurückzurufen und auf denThron zu setzen. Die Kirchen Sant' Agata und Santa Mariain Pertiea*) zu Pavia find Denkmäler seiner Dankbarkeit gegenGott, welcher ihn aus so vielen Gefahren errettet. Er regierte15 Jahre lang derart/ daß man erkannte/ das Unglück habe ihn

Nach Paul Diac. rührt dieser Name von folgendem Gebrauch her.Starb ein Lombarde in fernem Lande, so errichteten seine Verwandtenin der Heimath Stangen mit Tauben, die nach der Gegend hin, wo derVerstorbene sein Leben beschlossen, gerichtet waren.