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Jllynen und schickte, um seinen Befehlen Nachdruck zu verschaffen,eine starke Flotte ab/ welche jedoch im adriatischen Meer Schiff-bruch erlitt. Einzelne zersprengte Schiffe landeten zwar zu Ra.venna/ in der Abstcht/ die Stadt auszuplündern / aber das Volk/rechtzeitig die Gefahr erkennend/ schlug die Griechen zurück undversenkte ihre Schiffe. Dies war der letzte Versuch der Kaiserzur Erhaltung ihrer Besitzungen in Italien.
AuS dieser Gefahr befreit/ verfiel indessen der Papst in eineandere. Luitprand nämlich/ dem während einer Krankheit seinNeffe Hildeprand von den Großen als Mitregent beigegebenworden / nahm seine alten Pläne wieder auf und drang in daörömische Ducat ein. Er hatte sich bereits mehrerer Plätze bemäch-tigt und bedrohte Rom/ als Gregor/ selbst zur Vertheidigungzu schwach und von den Griechen keine Hülfe hoffend/ stch ent-schloß/ zu den Franken seine Zuflucht zu nehmen. Demgemäßschickte er an Karl Martell Gesandte mit reichen Geschenke»/u. a. den Schlüssel zum Grabe des h. Petrus/ und einem fol-gendermaßen abgefaßten Schreiben*).:
*) Dieses Schreiben ist in der Form, wie es uns überliefert worden, offen-bar apokryph oder wenigstens höchst entstellt, denn sicherlich konnte esnicht in der Absicht des h. Papstes liegen, zu einer Zeit, wo die Christen-heit ohnehin von den Moslim schwer bedrängt war, christliche Fürstenwider einander zu hetzen. Zn diesem Sinne sagt Luden: „Zuverlässigkonnten die Päpste nicht wollen, daß die Franken nach Italien kommen,das longobardische Reich zusammenwerfen uud ihre Herrschaft über Italienweg ausdehnen möchten, weil dadurch nothwendig eine größere Gefahr fürden apostolischen Stuhl entstehen mußte, als welche durch die Longobardendrohte." Und der vorsichtig abwägende Damberger erzählt: „PapstGregor III, der Rom natürlich nicht wollte in die Gewalt Luitprandsgerathen lassen, steuerte jetzt auch bei so viel er konnte, um den Lombar-den zu widerstehen, ließ auf seine Kosten die Stadtmauern ausbessern,kaufte dem Herzog Traft mund das streitige Castrum ab und legte dieZwistigkeiten bei; namentlich aber sandte er zu Schiffe den heilig geach-teten Bischof Anastasins und den Presbyter Sergiuö nach Gallien,die dem mächtigen und klugen Fürsten Karl Bittschriften nebst Geschenkenüberreichen sollten: er möchte doch der bedrängten Kirche sich annehmenund nicht zugeben, daß Rom, der Sitz des apostolischen Stuhls, den Lom-barden unterworfen werde! Mehr konnte Hiebei Gregor nicht Lezielennoch erwarten, als daß Karl Martell, der dem Lombardenkönige soeng verbundene und zugleich der römischen Kirche ganz ergebene Franken-fürst einen feindlichen unparteiischen Richter mache, was auch ohne Zwei-fel geschehen ist." D. B.