Band 
Fünfter Band.
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stehen und diese treulosen Könige zu entfernen. Beim lebendigenGott und den Schlüsseln des h. Petrus, welche ich dir als Zei-chen der Herrschaft (:«> ro^mim) sende / eile dich/ uns zu Hülfezu kommen, laß deinen Glauben leuchten und wachsen in solcherWeise den Ruhm, welchen du dir in der Welt erworben hast,auf daß der Herr auch dich höre in der Betrübniß, der NamedeS Gottes Jakobs dich beschütze und wir in Frieden Tag undNacht zum Ewigen beten können für dich und dein Volk überdem Grabe der h. Apostel Petrus und Paulus."

Nichts berechtigt zu der Annahme, daß der Träger diesesBriefes noch weiter gehende mündliche Aufträge hatte, etwa zumZwecke, Karln die römische Souveränetät anzutragen; der Papstmußte sogar nochmals steh bittend an ihn wenden, bis er Ge-sandte an Luitprand schickte; jedoch noch während der Ver-handlungen starben Karl, der Kaiser und der Papst (741).

Der Grieche Z acharias, welcher nun den päpstlichen Stuhlbestieg, ein Freund deS FriedenS und der Einigkeit, verfügte stehpersönlich nach Ternt und wußte durch Freundlichkeit und MildeLuitprand zu dem Versprechen, die eroberten Städte heraus-zugeben, zu bewegen, worauf sich Trasimund, der Herzog vonSpoleto, von den Römern verlassen, dem König selbst überlieferte,der ihn in ein Kloster einschloß. Gregor, der Herzog v. Bene-vent, wurde vom aufständischen Volke erschlagen, als er sich an-schickte, nach Griechenland zu entfliehen. Luitprand verlieh diebeiden Herzogthümer zweien seiner Verwandten, erfüllte jedochsein dem Papste gegebenes Wort keineswegs; er behielt nicht nurdie besetzten Städte, sondern fiel sogar auf'S Neue in ö Exarchatein. Indessen gelang es doch noch dem Papste, einen Friedenherbeizuführen.

AlS Luitprand dahingeschieden war (744), setzten die Lon-gobarden seinen Mitkönig Hildeprand ab und erwählten Na-chiS, den Herzog von Friaul, zum Herrscher. Dieser begann so-fort wieder den Krieg mit dem Exarchat: abermals jedoch tratder weise Papst als Vermittler auf und brachte RachiS dazu,sein Unternehmen aufzugeben; ja noch mehr: er hatte einen sotiefen Eindruck auf das Gemüth dieses Königs gemacht, daß die-ser der Herrschaft entsagte und in das neu erbaute Kloster MonteCassino ging (749), welches kurz vorher auch Karlmann be-zogen hatte. Des Rachis Bruder, Astolf, den der allgemeineWunsch seines Volkes auf den Thron führte, nahm jedoch die