Band 
Fünfter Band.
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Feindseligkeiten wider die Griechen wieder auf und zwar als er-fahrener Krieger mit solchem Erfolge/ daß er sich binnen zweiJahren zum Herrn der Pentapolis und deS Exarchats machte,-worauf er den Sitz seines Reichs von Pavia nach der kaiserlichenStadt Ravenna verlegte. Der Exarch Eutychius floh nachNeapel und war der letzte griechische Statthalter in Italien/ wodie den Byzantinern verbleibenden Besitzungen sich auf die zwei„Themen" (Provinzen) Sicilien und Calabrien reduzirten; dieHerzoge von Neapel / Gaeta / Bari und anderen Städten warenfast unabhängig unter der nominellen Herrschaft deS Strategenvon Sicilien.

Im Besitz des Exarchats glaubte Astolf auch auf dessen De.pendenzien und selbst auf Rom Anspruch machen zu können/ dem-gemäß er dem römischen Senat und Volke gebot/ ihm als Herrnvon Ravenna zu huldigen / und dieser Aufforderung durch einzahlreiches Heer Gewicht verlieh. Stephan/ der Nachfolgerdes Papstes Zacharias/ vermochte ihn durch Geschenke undBitten zu einem 40jährigen Frieden; er brach denselben jedochschon nach kaum vier Monaten und legte den Römern einen jähr.liehen Tribut auf/ bis es ihm gefallen würde/ dieses Ducat mitseinem Königreiche zu vereinigen. Der Papst nahm seine Zufluchtzu Gott und führte eine Procession Lurch Rom/ bei welcher ermit nackten Füßen eines der nicht von Menschenhänden gemachtenBildnisse Christi trug / und daS mit Asche bedeckte Volk folgtejammernd einem Kreuze/ an welchem der von den Longobardengebrochene Friedensvertrag aufgehängt war. Der Papst schicktesodann den Abt von Monte Cassino und andere Priester zu Astolf/um ihn zu besänftigen; sie wurden jedoch von demselben mit Ver-achtung behandelt und in ihre Klöster geschickt/ ohne daß sie denPapst vorher wiedersehen durften. Conftantin Kopronymus/welcher in seiner bilderftürmerischen Wuth dem Oberhaupt derKirche unaufhörlichen Kummer bereitete/ obgleich er es nur dessengutem Willen zu verdanken hatte/ wenn seine Autorität in Italiennoch nicht gänzlich verschwunden war/ that nichtS/ als daß er nunden SilcntiariuS Joannes mit Briefen sandte. Stephan II*)

*) Der III, wenn man noch einen Stephan mitzählt, vor jenem gewählt,aber nicht consecrirt, weil er den dritten Tag nach seiner Wahl am Schlagestarb.