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nur der Name eines KönigS fehlte ihm noch. Bereits aber wur-den die Urkunden »ach den Jahren seiner Regierung batikt, anihn allein wurden alle Anfragen und Forderungen gerichtet/ undalle königlichen Ehren umgaben ihn. Die Großen waren allmäligseine Vasallen geworden und waren nur an ihn durch den Lehens-eid gebunden.
Anderseits besaß, was nicht zu übersehen ist, die fränkischeNation gleich allen germanischen Völkern das Recht einer freienKönigswahl, und wenn sie ihre Könige bisheran aus dem Hause derMerovinger genommen, so hatte sie dabei nur einen alten Gebrauchbefolgt. Die Franken waren nun auch dieser langjährigen Fiktionüberdrüssig und so kamen Bischof Burkhard von Würzburgund der Erzkapellan Fulrad, Abt von St. DenpS, um demPapst, im Namen der Franken und ihres Herzogs, die Frage vor-zulegen, wem eher der Königstitel gebühre, demjenigen, welcherdie königliche Gewalt ausübe, oder demjenigen, der nur den Na-men eines Königs führe. Der Papst antwortete, wie jeder gerechteAnhänger der Legitimität antworten konnte, daß der Königstiteldem gebühre, der die königlichen Gewalten ausübe.
Pipin, König. 752.
Demzufolge ergriff Pipin auf dem Maifelde zu Soissons einScepter, welches der Verlauf der Ereignisse, der Wille des frän-kischen Volkes und die Billigung des Vaters der Christenheit inseine Hände legten, und um seine Wahl vollends in den Augendes Volkes feierlich zu sanktioniren, ließ er sich nach dem Ge-brauche der Könige von Juda weihen und vom verehrtesten Kir-chenfürstcn seiner Zeit, dem h. Bonifaciu S, mit dem h. Lhrismasalben*). Childerich 111. der letzte, welcher rechtmäßig oderunrechtmäßig ein Merovinger hieß, wurde auf's Neue geschorenund kehrte in daS Kloster zurück, aus welchem er hervorgegangen
*) Die Geschichtschreiber gewöhnlichen Schlags betrachten P i pins Annahmedes Königstitels als eine Usurpation, indem sie auf das fränkische Wahl-königreich die modernen Ideen des Legilimitätsprincips anwenden. Keinerder zeitgenössischen lateinischen Schriftsteller bewachtet dies so. Es ist da-her widersinnig, wenn die byzantinischen Historiker erzählen, der Papsthabe Pipin für seinen Trenbrnch Absolution errheilt:
Chronogr.